Frauen übernehmen das Steuer

Die beiden Steckbornerinnen Bettina Gasser und Marlene Bellu haben sich selbständig gemacht. Sie leiten seit Anfang Jahr eine eigene Weiterbildungsstätte für Berufschauffeure.

Samuel Koch
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Bettina Gasser und Marlene Bellu: Die beiden Steckbornerinnen bieten Weiterbildungskurse für Berufschauffeure an. (Bild: pd)

Bettina Gasser und Marlene Bellu: Die beiden Steckbornerinnen bieten Weiterbildungskurse für Berufschauffeure an. (Bild: pd)

STECKBORN. Zwei Steckbornerinnen nehmen das Lenkrad selbst in die Hand. Zwar nicht physisch, dafür aber wirtschaftlich. «Wir sind selbst keine Fahrlehrerinnen», sagt Bettina Gasser. Und dennoch bewegt sie sich zusammen mit Geschäftsführerin Marlene Bellu in einer von Männern dominierten Welt. Jetzt haben sie sich selbständig gemacht und führen eine eigene Weiterbildungsstätte mit Kursen in Steckborn, Homburg und Frauenfeld.

Selbständig dank Erfahrung

Die beiden gelernten Lehrerinnen sind bisher sieben Jahre als Erwachsenenbildnerinnen tätig gewesen. Über die Jahre sind Tausende Chauffeure aus dem Güter- und Personentransport im Bereich Gesundheit und Sicherheit von Gasser und Bellu weitergebildet worden. «Wir haben viele und genug Erfahrungen gesammelt und wollten jetzt etwas eigenes aufbauen», sagt Bettina Gasser. Auch weil ihr bisheriger Auftraggeber kürzlich an einen Fahrlehrer verkauft wurde.

Jetzt bilden die beiden Steckbornerinnen die Teilnehmer in den Kursen «Nothilfe Refresher», «Cool Down – locker bleiben» sowie «Hauptsache Gesundheit» weiter. Die restlichen sechs Kurse, die sie auf ihrer Internetseite anpreisen, führen ebenfalls erfahrene und qualifiziere Kursleiter im Auftrag von Gasser und Bellu durch. «Es handelt sich dabei um ganztägige Kurse», sagt Bettina Gasser. Diese können von Einzelpersonen, aber auch von ganzen Unternehmen sowie Schulen gebucht werden und kosten zwischen 190 und 310 Franken.

Situation erfordert Qualität

Seit 2009 sind Berufschauffeure verpflichtet, nebst den theoretischen und praktischen Führerprüfungen auch regelmässige Weiterbildungskurse gemäss der Chauffeurenzulassungsverordnung (CZV) zu leisten (siehe Infokasten).

An der eigenen Weiterbildungsstätte von Gasser und Bellu zählt «nur hohe Qualität». Denn der ständig zunehmende Strassenverkehr sowie die hohe Verantwortung gegenüber den Passagieren oder dem Transportgut erfordern diese laut Gasser. Zudem würden die Berufschauffeure die Schulbank nicht ganz freiwillig drücken. «Wenn die Chauffeure schon regelmässig Kurse wegen der neuen CZV besuchen müssen, dann sollen sie möglichst viel profitieren und das Gelernte im Alltag umsetzen», sagt Gasser. Deshalb legen sie und Marlene Bellu viel Wert auf Qualität sowie spannenden, praxisnahen und kurzweiligen Unterricht.

Weitere Infos unter: www.optimabalance.ch