Frauen feiern Beratungsnetz

Die Stiftung Benefo feiert ihr 20jähriges Bestehen. An einer Jubiläumsfeier blickte das Beratungsnetz zurück auf die Anfänge im Jahr 1995.

Margrith Pfister-Kübler
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Die Vorstandsmitglieder und Mitglieder der Trägerorganisationen: Margrit Jung, Heidi Baggenstoss, Marietta Wiederkehr, Rita Müller-Winter, Therese Huber-Hirschi, Ruth Dütsch, Elisabeth Rietmann. (Bild: Margrith Pfister-Kübler)

Die Vorstandsmitglieder und Mitglieder der Trägerorganisationen: Margrit Jung, Heidi Baggenstoss, Marietta Wiederkehr, Rita Müller-Winter, Therese Huber-Hirschi, Ruth Dütsch, Elisabeth Rietmann. (Bild: Margrith Pfister-Kübler)

FRAUENFELD. Wer den Namen Benefo hört, weiss meist nicht, was sich dahinter verbirgt. Es ist das Beratungsnetz der thurgauischen Frauenorganisationen: der Frauenzentrale Thurgau, des Thurgauer Landfrauenverbands, der Thurgauischen Evangelischen Frauenhilfe, des Thurgauischen Gemeinnützigen Frauenvereins und des Thurgauischen Katholischen Frauenbunds. Die Stiftung Benefo wurde 1995 gegründet. Am Dienstag feierte sie ihr 20jähriges Bestehen.

Ein paar Stolpersteine

Benefo-Geschäftsleiterin Elisabeth Rietmann zeigte auf, wie anspruchsvoll der Beratungsalltag ist. Er umfasst Rechtsauskunft, Budgetberatung, Familienplanung und die Fachstelle Opferhilfe Thurgau. «Unsere Frauenorganisationen haben eine grosse Verantwortung», sagte Stiftungspräsidentin Therese Huber-Hirschi. Dass die Frauenorganisationen nicht den bequemen Weg gehen konnten, bis alles so weit aufgegleist war, wie es heute ist, darüber referierte Benefo-Gründungsmitglied Margrit Jung. Sie blickte zurück auf kämpferische Jahre. «Der Kanton wollte einst die Opferberatungsstelle an die Beratungsstelle Lungenliga angliedern», nannte sie einen Stolperstein. Es sei ein Fakt, dass die Thurgauische Evangelische Frauenhilfe seit Jahren eine Beratungsstelle geführt hatte für Menschen in schwierigen Situationen. Unzählige Gespräche und Verhandlungen brauchte es bis zum Durchbruch der Benefo-Struktur.

Als Beispiel einer Mitarbeit in der dritten Generation fiel Marie-Christine Gisler, Primarlehrerin in Tobel, auf. Sie ist die Enkelin von Gründungsmitglied Hildegard Neff. Auch Gislers Mutter Cornelia ist mit dabei. «Das Mitwirken ist eine persönliche Bereicherung, das habe ich schon beim Mami und Grossmami gelernt», sagte Marie-Christine Gisler.

Feier in zwei Etappen

Gefeiert wurde der 20. Geburtstag am Dienstagmorgen mit einem Brunch im Alterszentrum Park, wo Regierungsrätin Cornelia Komposch die Glückwünsche der Regierung überbrachte. Die zweite Feieretappe fand abends im evangelischen Kirchgemeindehaus statt.