Fotonachlass wird digitalisiert

Frauenarchiv Um den Nachlass der Fotografin Martha Gubler-Waigand zu sichern, erhält das Thurgauer Frauenarchiv 63 000 Franken aus dem Lotteriefonds. So können gut 15 000 Negative digitalisiert und erhalten werden.

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Frauenarchiv Um den Nachlass der Fotografin Martha Gubler-Waigand zu sichern, erhält das Thurgauer Frauenarchiv 63 000 Franken aus dem Lotteriefonds. So können gut 15 000 Negative digitalisiert und erhalten werden.

Das Thurgauer Frauenarchiv ist in Besitz des Nachlasses der Fotografin Martha Gubler-Waigand. Sie war die erste Berufsfotografin im Thurgau, lebte von 1902 bis 2005 und wohnte in Weinfelden. Der umfangreiche Nachlass bebildert vor allem den Raum Mittelthurgau. Martha Gubler-Waigands Nachlass umfasst vor allem Porträtfotografien, aber auch Objekt- und Landschaftsaufnahmen. Bei der Erschliessung des Nachlasses hat sich gezeigt, dass ein Grossteil der Bildträger zerfallen ist oder in absehbarer Zeit zerfällt. Um das Werk zu retten, plant das Frauenarchiv neben der Erschliessung die Digitalisierung von Negativen.

Der Computer rettet die Negative

Der Nachlass zeichnet sich aus durch die fotografische Qualität der Arbeiten, durch eine ungewöhnliche Vollständigkeit sowie durch dessen Ordnung, Systematik und saubere Beschriftung. Es handelt sich um den grössten zusammenhängenden professionellen Fotonachlass einer erfolgreichen Fotografin aus dem Thurgau. Aus diesem Grund hat der Kanton Thurgau bereits einen Beitrag an die Erschliessung des Nachlasses aus dem Lotteriefonds geleistet. Um das Werk langfristig zu erhalten, ist die geplante Digitalisierung der einzige Weg.

Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 150 000 Franken. Daran leistet der Regierungsrat einen Betrag von 63 000 Franken aus dem Lotteriefonds. (red.)