Fortsetzung der Regionalmesse bleibt ungewiss

Im Frühling hätte die Wiler «RegioMäss» stattfinden sollen. Mangels Aussteller wurde sie aber schon letzten Herbst abgesagt. Die Zukunft war damals offen – und ist es noch immer. Beim Gewerbeverein Wil und Umgebung überlegt man sich nun die Gründung eines Messevereins.

Simon Dudle
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Die Wufa bleibt die vorläufig letzte Wiler Gewerbemesse. 2004 war ein Sauber-Rennwagen der Blickfang für die Besucher. (Archivbild: Nana do Carmo)

Die Wufa bleibt die vorläufig letzte Wiler Gewerbemesse. 2004 war ein Sauber-Rennwagen der Blickfang für die Besucher. (Archivbild: Nana do Carmo)

Eigentlich hätte dieses Jahr die alle drei Jahre stattfindende Regionalmesse durchgeführt werden sollen. Was einst unter dem Namen «Wufa» (Wil-Uzwil-Flawil-Ausstellung) begann, sollte diesen Frühling erstmals unter dem Namen «RegioMäss» über die Bühne gehen. Dazu kam es aber nicht. Veranstalter Reinhard Frei informierte im vergangenen November, dass der Anlass mangels Aussteller und wegen «fehlendem Engagement aus gewerblichen Kreisen» abgesagt sei.

Thema besprochen

Ob es für die Veranstaltung eine Zukunft gibt, blieb damals offen. Diverse Fragen mussten beantwortet werden. Ein knappes Jahr später ist eine neue Regionalmesse nach wie vor nicht konkret. Vom Gewerbeverein Wil und Umgebung ist aber zu vernehmen, dass man sich dahingehend Gedanken macht.

Präsident Guido Kohler sagt auf die Frage, wie aktuell die Neulancierung einer solchen Messe sei: «Aktuell ist der falsche Ausdruck. Es gibt aber diverse Kontakte und wir haben die Thematik unlängst an einem Treffen angesprochen. Ich habe den Vorschlag eingebracht, einen Messeverein ins Leben zu rufen. Derzeit handelt es sich aber lediglich eine Idee und nicht um mehr.» Reinhard Frei sagt, dass er nicht beabsichtige, einen neuen Anlauf zu nehmen. Was aber nicht heisse, dass aus seiner Sicht keine Regionalmesse möglich sei. «Die Region ist gross genug, um eine solche Messe zu verkraften, sofern alle am gleichen Strick ziehen. Ich bin der Auffassung, dass die Initiative aus der Region kommen muss. Wenn sie gar aus dem Gewerbe stammt, dann ist das eine umso bessere Voraussetzung», sagt der Messeveranstalter.

Inklusive Südthurgauer

Und welche Voraussetzungen müssten gegeben sein, um eine erfolgreiche Regionalmesse auf die Beine zu stellen? Während sich Guido Kohler noch nicht dazu äussern will, weil es «derzeit noch zu früh ist», sagt Reinhard Frei: «Es braucht eine breite Unterstützung aus dem regionalen Gewerbe. Zudem müssten auch die Südthurgauer mitmachen und es wäre ein geeignetes Areal zu suchen.» Er gibt zu bedenken, dass man mit einer solchen Regionalmesse kein Vermögen verdienen könne, und es viel Engagement aller Beteiligten brauche.

Noch ist es also zu früh, um sich mit Terminen und einen möglichen Austragungsort vertieft auseinanderzusetzen. Fest steht aber, dass die Thematik Regionalmesse keineswegs für immer in der Schublade verschwunden ist.