Formularkrieg um Hilflose

FRAUENFELD. Nach Ansicht des Thurgauer Regierungsrats müssen Alters- und Pflegeheime selber mit den EDV-Anbietern verhandeln, um den administrativen Aufwand zur Erlangung der Hilflosenentschädigung für Heimbewohner zu reduzieren.

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FRAUENFELD. Nach Ansicht des Thurgauer Regierungsrats müssen Alters- und Pflegeheime selber mit den EDV-Anbietern verhandeln, um den administrativen Aufwand zur Erlangung der Hilflosenentschädigung für Heimbewohner zu reduzieren. Edith Wohlfender (SP, Kreuzlingen) hatte in einer Einfachen Anfrage kritisiert, dass die Heime mehrseitige Formulare ausfüllen müssen – zu den 16seitigen Formularen für die Bedarfsermittlung hinzu. Laut Regierungsrat sind für den Anspruch auf Hilflosenentschädigung weitere Kriterien massgebend, beispielsweise das Vorliegen der regelmässigen und erheblichen Hilfe Dritter sowie die Beachtung der Schadenminderungspflicht. Die Harmonisierung der Systeme sei nicht einfach.

Die kommerziellen Anbieter der Bedarfsermittlungssysteme würden diese nur in dem Masse weiterentwickeln, wie es von den Nutzern gefordert werde. Für Verhandlungen stehe das Sozialversicherungszentrum Thurgau jedoch gern beratend zur Verfügung. (wu)