Formel E auf dem Einbahn-Ring

Formel-1-Rennen sind in der Schweiz seit 1955 verboten. Damit sind die Stars auch nie im Thurgau oder speziell in Frauenfeld in Aktion zu sehen. Schade eigentlich, denn einige der Piloten hätten einen kurzen Anfahrtsweg.

Markus Zahnd
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Formel-1-Rennen sind in der Schweiz seit 1955 verboten. Damit sind die Stars auch nie im Thurgau oder speziell in Frauenfeld in Aktion zu sehen. Schade eigentlich, denn einige der Piloten hätten einen kurzen Anfahrtsweg.

Im März aber haben die eidgenössischen Räte entschieden, dass es in der Schweiz wieder Rundstreckenrennen geben darf. Dabei geht es aber nicht um die Königsklasse des Motorsports, sondern um die Formel E, in der die Fahrer mit Elektro-Autos antreten. Derzeit liefern sich Zürich und Lugano ein Duell, wer das Rennen in der Schweiz organisieren darf.

Städte aus dem Thurgau bewerben sich nicht. Weshalb eigentlich nicht? Gerade in Frauenfeld wären die Voraussetzungen gut. Die einzige Bedingung für den GP Thurgau wäre allerdings, dass der von drei Gemeinderäten vorgeschlagene Einbahn-Ring realisiert wird. Das wäre dann eine perfekte Rennstrecke. Und wenn sich die Stadt geschickt anstellt, verdient sie mit dem Rennen viel Geld. Das könnte man in die vom Stadtrat favorisierte Umfahrungslösung investieren. Die knapp 300 Millionen Franken für den Tunnel kommen sicher schnell zusammen. Und mit einem Einbahn-System und einem Tunnel sollten wirklich alle zufrieden sein. Zumindest bis auf jene, die in Frauenfeld gar kein Verkehrsproblem sehen.