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FÖRDERUNG: Lesen lernen wie einst der Kaiser

Das kantonale Projekt «Geschichtendock» startet bereits in die 7. Auflage. Autor Daniel Badraun schreibt wöchentlich eine Folge der Erzählung, die sich dieses Mal um die Welt des jungen Napoleon auf Schloss Arenenberg dreht.
Larissa Flammer
Die verkleidete 5. Klasse aus Weinfelden hört im Napoleonmuseum das erste Kapitel der Fortsetzungsgeschichte von Daniel Badraun. (Bild: Andrea Stalder)

Die verkleidete 5. Klasse aus Weinfelden hört im Napoleonmuseum das erste Kapitel der Fortsetzungsgeschichte von Daniel Badraun. (Bild: Andrea Stalder)

Larissa Flammer

larissa.flammer@thurgauerzeitung.ch

Vor gut 60 Jahren war erst in der Hälfte aller Berufe Lese­fähigkeit gefordert. Heute geht es in weit über 90 Prozent nicht mehr ohne schriftliche Kom­munikation. Beat Brüllmann, Chef des kantonalen Amts für Volksschule, ist überzeugt, dass Lesen auch in einer Zeit des digitalen Umbruchs eine wich­tige Voraussetzung ist. Der Kanton Thurgau engagiert sich deshalb schon seit vielen Jahren im Bereich Leseförderung. Eines dieser Projekte ist das «Geschichtendock», das alle zwei Jahre durchgeführt wird und diese ­Woche bereits in die siebte Auflage startet.

Die Schüler Kati und Sven, die Hauptfiguren des «Geschichtendocks», sind im aktuellen Abenteuer auf dem Arenenberg und setzen sich mit dem Leben von Königin Hortense und ihrem Sohn Napoleon im 19. Jahrhundert auseinander. Ab dieser Woche bis im April erscheint immer am Montag eine neue Folge der Fortsetzungsgeschichte auf der Webseite. Bis jeweils Donnerstag können die Leser abstimmen und damit mitentscheiden, wie die Geschichte weitergeht. Der Thurgauer Autor Daniel Badraun schreibt dann übers Wochenende die nächste Folge.

Viele Anknüpfungspunkte für den Unterricht

Die Geschichte gibt es in zwei Lesestufen: eine leichte und eine anspruchsvolle Version. Sie kann als PDF-Datei ausgedruckt oder als E-Book-Version am Computer oder auf Handy und Tablet gelesen werden. «Das ‹Geschichtendock› hat mehrere Berührungspunkte zum Lehrplan Volksschule Thurgau», erklärt Jean-Philippe Gerber, Fachexperte Leseförderung beim Kanton. Es gibt unter anderem Erkundungsaufträge im Bereich Sprache, die online verfügbare Geschichte vermittelt Medienanwendungskompetenzen und zum 19. Jahrhundert gibt es historisches Hintergrundwissen. Das Napoleonmuseum Thurgau beteiligt sich denn auch nicht nur als Schauplatz am neuesten Abenteuer von Kati und Sven. Elf Objekte aus dem Museum kommen in der Erzählung vor und werden entsprechend gekennzeichnet. Mit einem Rätselblatt können Schüler im Museum auf Entdeckungsreise gehen. «Wir haben spezielle Führungen vorbereitet – auch extra für Schulen», sagt Christina Egli, Leiterin Wissenschaft im Napoleonmuseum. Ausserdem befindet sich im Museum die Bibliothek, in der der spätere französische Kaiser Napoleon III. einst gelernt hat. «In einigen Büchern gibt es Anmerkungen, aus denen hervorgeht, dass auch Napoleon manchmal die Schnauze voll hatte vom Lernen», sagt Egli.

Die ersten Schüler, die fünfte Klasse von Eva Lang aus Weinfelden, besuchte gestern im Rahmen des «Geschichtendocks» das Napoleonmuseum. Zeitgemäss verkleidet hörten sie das erste Kapitel der Geschichte, gelesen von Autor Badraun persönlich. Das Projekt lädt Schulen nicht nur ins Museum ein, sondern lanciert auch einen kreativen Videowettbewerb. Fachexperte Jean-Philippe Gerber sagt: «Dazu verraten wir exklusiv das Lieblingsrezept von Louis Napoleon.»

www.geschichtendock.ch

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