Flughafen: Kanton pocht auf Südanflüge

Das neue Bundesgerichtsurteil zum Flughafen Zürich bestärke die Thurgauer Position, sagt Regierungsrat Jakob Stark. Der grosse Konflikt stehe noch bevor.

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frauenfeld. Immer wieder wurden im Thurgau die Ostanflüge auf die Piste 28 in Zürich kritisiert, vor allem von den Schutzverbänden. Doch diese Anflüge in Randzeiten seien nötig, damit der Flughafen Zürich seine Rolle als wichtige europäische Drehscheibe spielen könne, befand das Bundesgericht. Anträge des Flughafens und der Fluggesellschaft Swiss, die Flugzeiten weiter zu flexibilisieren, wurden vom Bundesgericht verworfen, um die Anwohner vor Fluglärm zu schützen.

Obwohl die Randzeiten-Anflüge auf die Piste 28 jetzt mit richterlichem Segen erfolgen, zeigt sich Regierungsrat Jakob Stark zufrieden. Der Kanton habe schon auf einen Rekurs gegen das erste Urteil des Bundesverwaltungsgerichts verzichtet, weil es die Anflüge angemessen auf die Regionen verteile. Anflüge müssten zwingend auch im Süden des Flughafens erfolgen, und das sei mit dem neuen Urteil garantiert.

Stark stimmt auch zuversichtlich, dass im Süden des Flughafens erste Schallschutzmassnahmen gebaut werden. «Das deutet darauf hin, dass es dauerhaft Anflüge im Süden geben wird.» Stark rechnet jedoch damit, dass es zu heftigen Auseinandersetzungen zwischen den Regionen kommen wird, bis der Bundesrat das definitive Betriebsreglement verabschiedet. (hal)