Florian Ast singt vor kleiner Kulisse

Der Mundart-Rocker tritt nicht wie geplant im Pentorama in Amriswil auf. Das Konzert wurde ins kleinere Kulturforum verlegt. Nach seinem Scheitern in der Liebe bleiben die Fans weg.

Inge Staub
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Florian Ast und Francine Jordi: Vor zwei Jahren strahlten sie sich noch an. (Bild: Nana do Carmo)

Florian Ast und Francine Jordi: Vor zwei Jahren strahlten sie sich noch an. (Bild: Nana do Carmo)

AMRISWIL. Der Berner Mundart-Rocker Florian Ast will seine Karriere als Solosänger beenden. Doch seine Abschiedstournée will nicht so richtig in die Gänge kommen. Beim ersten Konzert seiner Tour in Rapperswil blieb der Saal halb leer, wie die TV-Sendung «glanz & gloria» berichtet. In Rapperswil trat «Flöru» in der Starlite Eventhall auf. Diese fasst wie das Pentorama in Amriswil rund 2000 Besucher.

Am 30. März hätte die Stimme von Florian Ast im Pentorama erklingen sollen: Doch daraus wird nichts. Zwar tritt der Sänger nach wie vor in Amriswil auf. Doch haben die Veranstalter das Konzert ins Kulturforum verlegt. Der Saal im Kulturforum ist kleiner als jener im Pentorama und bietet Platz für rund 400 Besucher.

Kulturforum ist gemütlicher

Es scheint, als hätte Ast nicht nur seine Freundinnen verloren – zuerst Schlagerliebchen Francine Jordi, dann Sol Romero –, sondern auch seine Fans. Trauen ihm die Veranstalter nicht mehr zu, grössere Säle zu füllen? Bleiben Sie auf Tickets sitzen? «Nein», sagt Matthias Kappeler von M2-Events. Der Wiler Event-Verein organisiert für Florian Ast die Konzerte in Rapperswil und Amriswil.

«Flöru» wolle seinem Publikum mit seinen letzten Konzerten etwas Besonderes bieten. Der 37-Jährige wolle möglichst nahe am Publikum sein, begründet Kappeler den Umzug ins Kulturforum. «Wir können dort besser Nähe schaffen als im Pentorama. Das Kulturforum ist gemütlicher.»

Obwohl der Sänger die Halle in Rapperswil nicht füllen konnte, ist Kappeler mit dem Anlass zufrieden. «Das Konzert war top. Florian Ast ist in Rapperswil gut angekommen. Seine Show ist perfekt.»

Kappeler will nicht ausschliessen, dass die Schlagzeilen um sein Scheitern in der Liebe das Interesse der Musikfans an seinen Konzerten schmälern. Im letzten Sommer hatte Schlagersängerin Francine Jordi (35) verkündet, dass «Flöru» sie mit Sol Romero während CD-Aufnahmen in Los Angeles betrogen hat. Sie warf ihn daraufhin aus dem Haus. Die Solidarität der Öffentlichkeit war ihr damit sicher. Auch die Beziehung mit Sol Romero war nicht von langer Dauer. Anfang Jahr gab Florian Ast die Trennung bekannt.

Für Matthias Kappeler ist klar: «Das ist sein Privatleben. Sein Job ist es, Musik zu machen und das macht er gut.» Die Zusammenarbeit mit Florian Ast und seinem Team funktioniere reibungslos. «Wir arbeiten zum ersten Mal mit ihm zusammen und freuen uns, dass wir zwei seiner Konzerte organisieren dürfen.»

Noch Tickets für Amriswil

Wie viele Tickets für den Auftritt in Amriswil verkauft wurden, kann er nicht genau sagen. Er schätzt rund 300 Stück. Kappeler ist zuversichtlich, dass das Kulturforum am 30. März voll sein wird. Auch der Sänger selbst gibt sich im Interview mit «glanz & gloria» optimistisch: «Bis zum Ende der Tournée sind die Schlagzeilen hoffentlich vergessen – und der Konzertsaal wieder voll.»

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