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Flieger en miniature

In der Rhy-Halle konnten sich Besucher am vergangenen Wochenende buchstäblich beflügeln lassen. Die Modellfluggruppe Diessenhofen und Weinland präsentierte rund 120 Aviatik-Exponate.
Ernst Hunkeler
Finn Gimber aus Schlatt nimmt im Schulungsflugzeug Platz. Das einzige Exponat an der Ausstellung in der Rhy-Halle, in das sich die Besucher setzen konnten. (Bild: Ernst Hunkeler)

Finn Gimber aus Schlatt nimmt im Schulungsflugzeug Platz. Das einzige Exponat an der Ausstellung in der Rhy-Halle, in das sich die Besucher setzen konnten. (Bild: Ernst Hunkeler)

Vom Wurfgleiter mit Mini-Pilot auf dem Holzrumpf über die «DC-3», bis hin zur «Me 163» (genannt Kraftei) aus dem Zweiten Weltkrieg: Diese Modelle erlebt man in der Diessenhofer Rhy-Halle nur alle paar Jahre. So gab es alles zu bestaunen, was die Welt des Flugmodellbaus zu bieten hat. Es fällt schwer, aus der Fülle der teils in Hunderten Arbeitsstunden gefertigten Wunderwerken eine repräsentative Auswahl zu treffen.

Den Nostalgikern gefielen eher die detailgetreuen Doppeldecker ziviler und militärischer Bauart, wie sie nach Beginn des 20. Jahrhunderts durch die Lüfte kurvten, den Luftwaffen-Fans der Militärhelikopter, der «Hawker Hunter» oder der vier Meter lange «Starfighter», der tatsächlich mit Düsenantrieb fliegt. Er ist das Werk des Swiss-Kapitän Fredy Doppelhofer, der sich nebst anderen Fachleuten unermüdlich vielen Fragen stellte.

«Faszination Fliegen» seit den Jugendjahren

So wie auch Oskar Itel aus Schlattingen, ein Flugmodell-Urgestein. Der 76jährige Modellbauer und -flieger ist bis heute dem Ausstellungsmotto «Faszination Fliegen» erlegen und erinnerte sich, dass er mit 17 Jahren erstmals an einer Flugmodell-Ausstellung in Diessenhofen teilgenommen habe, damals noch im alten Schulhaus. 1967 wurde dann die veranstaltende Modellfluggruppe gegründet.

Inzwischen hat sich nicht nur der Ausstellungsort gewandelt, auch der Modellbau hat Quantensprünge gemacht. Die heutigen Modelle entstehen teils nach modernsten Fertigungsmethoden wie etwa mittels CNC-Fräsen. Einsteigerbausätze sind übrigens schon für 200 Franken zu haben, bei den Eigenbau-Modellen machen die Materialkosten nur einen Bruchteil aus. Da schlagen dann vor allem die Arbeitsstunden zu Buche, die in Geld nicht zu beziffern sind.

Moderne Drohnen mit Video-Brille

Zu den Spezialisten, die den Besuchern Red und Antwort standen, gehörten auch Vereinspräsident Andreas Beetschen sowie der erfahrene Modellbauer Jens Björner. Er erläuterte den Besuchern die jüngste Generation der Modellflieger: Drohnen, die vom Piloten über eine Video-Brille mit «Cockpit-Aussicht» oder einen Monitor gesteuert werden. Sie tragen eine hochauflösende Kamera und liefern perfekte Luftaufnahmen.

Die einzigen Exponate, die keine Modelle waren: der Gleitschirm als Wandschmuck und das Exponat auf der Bühne. Dort stand ein originaler Schulungs-Einsitzer der Segelfluggruppe Schaffhausen, in dem man Platz nehmen und – zumindest mental – zur Landung in der angegliederten Fliegerbeiz ansetzen konnte.

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