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FISCHINGEN: Zu Ehren des Dichters

Der Tschudibrunnen steht wieder. Die komplett neu gebaute Gedenkstätte für Bauerndichter Nikolaus Tschudi wird am Samstag eingeweiht.
Miranda Diggelmann
Verkehrsdirektor Werner Ibig freut sich, dass der Neubau nach Plan verläuft und der Brunnen bis Samstag bereit sein wird. (Bild: Donato Caspari)

Verkehrsdirektor Werner Ibig freut sich, dass der Neubau nach Plan verläuft und der Brunnen bis Samstag bereit sein wird. (Bild: Donato Caspari)

Miranda Diggelmann

miranda.diggelmann@ thurgauerzeitung.ch

1961 wurde in der Gemeinde Fischingen, genauer im Weiler Schurten, der Tschudibrunnen eingeweiht. Dieser wurde zu Ehren des Heimatdichters und Landwirts Nikolaus Tschudi von Egg-Schurten erbaut, der 1844 in Glarus geboren wurde und 1931 in Dussnang starb. Mit anwesend an der damaligen Einweihungsfeier der Gedenkstätte war Bundesrat Hans-Peter Tschudi. Auch zwei Söhne von Nikolaus Tschudi, nämlich Rudolf und Herrmann Tschudi, nahmen damals als zwei bereits ältere Herren noch den weiten Weg nach Schurten auf sich, um bei der Feier dabei zu sein.

Renovation war überfällig

Unterdessen war der Brunnen in die Jahre gekommen. Der Zahn der Zeit nagte stark an der Gedenkstätte, so dass eine Renovation Thema wurde. Zuerst schien sich jedoch niemand um die Existenz des Brunnens zu kümmern. Erst als Werner Ibig, Präsident des Verkehrsvereins Fischingen, einen Abbruch des Tschudibrunnens vorschlug, da er keine Unterstützung für die vorgesehene Renovation erhielt, wurde die Bevölkerung hellhörig. Schliesslich konnte er einen kompletten Neubau des Brunnens lancieren, der in den nächsten Tagen bereits fertiggestellt wird. «Wir haben uns für einen Neubau entschieden, da der alte Tschudibrunnen mehr einem Handwaschbecken als einem Brunnen glich», sagt Werner Ibig. Dank der Hilfe des EW Dussnang, der Raiffeisenbank Dussnang-Fischingen, der Gemeinde Fischingen und der Familie Tschudi, die den Bau finanzierte, konnte der Brunnen innert kürzester Zeit neu gebaut werden. Dem Verkehrsverein Fischingen bleiben die Restkosten, die er mit Spenden zu decken hofft. Werner Ibig ist froh, dass der Tschudibrunnen in Schurten nun doch weiterhin erhalten bleiben kann: «Der Tschudibrunnen ist schliesslich unser ganzer Stolz.»

Einweihung im Rahmen einer Wandernacht

Schon am kommenden Samstag, 8. Juli, wird der neu gebaute Tschudibrunnen in Schurten eingeweiht. Die Feier findet im Rahmen der 12. Schweizer Wandernacht statt. Die geleitete Wanderung führt von Dussnang aus hoch bis nach Schurten zum Tschudibrunnen, wo die Wanderer von Alphornbläsern und einer Festwirtschaft empfangen werden. Anschliessend führt der Rückweg zurück nach Dussnang durch ein romantisches Bachtobel. Die Rückreise kann jedoch auch mit Shuttlebus erfolgen.

Vor der Nachtwanderung wird es um 18 Uhr in der Kirche Dussnang, welche auch den Treffpunkt für die Wanderung darstellt, eine Information zum Tschudibrunnen geben. Ein Urenkel von Nikolaus Tschudi, Dr. Hans Martin Tschudi aus Basel, wird anwesend sein und über seine Familie und ihre historischen Hintergründe erzählen. August Bürgi aus Schurten wird an die erste Einweihung des Brunnens 1961 erinnern. Der Anlass in der Kirche wird zudem musikalisch umrahmt.

Hinweis

Der neue Tschudibrunnen wird am 8. Juli im Rahmen der 12. Schweizer Wandernacht eingeweiht. Treffpunkt ist um 18 Uhr in der Kirche Dussnang. Weitere Infos finden Sie unter:

www.fischingen-tourismus.ch

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