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FISCHINGEN: Ein Chor von Weltformat

Das Kloster präsentiert sein Kultur-Programm für das laufende Jahr. Es bietet ausschliesslich Konzerte von preisgekrönten Musikern. Am Sonntag startet die Saison mit dem Auftritt einer Wiler Pianistin.
Roman Scherrer
Der Tenebrae Chor gehört zu den führenden Vokalensembles. (Bild: PD)

Der Tenebrae Chor gehört zu den führenden Vokalensembles. (Bild: PD)

Roman Scherrer

roman.scherrer@thurgauerzeitung.ch

Man kennt es unter anderem als Seminarhotel, für seine Braukunst oder seine Schreinerei. Seit Jahren ist das Kloster Fischingen aber auch Schauplatz für hochstehende Konzerte der Klassik. «Die Musiker, welche bei uns auftreten, sind allesamt preisgekrönt», sagt Cornelia Scheiwiller. Die Leiterin Marketing und Kultur des Klosters Fischingen hat kürzlich das Kultur-Programm 2018 vorgestellt.

13 Konzerte bietet das Kloster dieses Jahr. Den Auftakt macht am Sonntag Josiane Marfurt. Die Pianistin, die in Wil aufgewachsen ist, spielt die Goldbergvariationen von Johann Sebastian Bach. «Bach selbst bezeichnete dieses als eines seiner schönsten Werke», sagt Cornelia Scheiwiller. Vor dem Konzertbeginn findet eine kostenlose Klosterführung statt (siehe Kasten). Laut Scheiwiller sind diese Führungen jeweils sehr gut besucht.

Mit Referat von Hansjörg Enz

«Ich möchte am liebsten alle Klosterkonzerte besuchen. Das Highlight im diesjährigen Programm ist aber ganz bestimmt der 11. Februar», sagt Scheiwiller und verweist damit auf den Auftritt des Londoner Tenebrae Chors in der Klosterkirche. Der mehrfach ausgezeichnete Kammerchor besteht aus 18 Sängerinnen und Sängern und hat sich in den letzten Jahren zu einem der führenden Vokalensembles entwickelt. Unter anderem singt der Tenebrae Chor mit renommierten Orchestern wie dem BBC Symphony Orchestra. «Zurzeit sicherlich einer der besten Chöre der Welt», meint Scheiwiller.

Vor diesem Konzert wird der ehemalige Tagesschau-Moderator und Frontmann der Band «Galgevögel» Hansjörg Enz ein Referat halten. Er berichtet über seine diversen Projekte zu Gunsten von benachteiligten Menschen in der Demokratischen Republik Kongo.

Im vergangenen Jahr bot das Kloster erstmals die sogenannten «Konzertpackages» an. Diese beinhalten nebst dem Konzertticket ein Dreigang-Menu und eine Übernachtung im Seminarhotel mit Frühstücksbuffet. 2018 gibt es solche Pakete für vier Konzerte, erstmals an jenem des Orion Streichtrios vom 23. März. Rund eine Woche später, am Ostersonntag, spielt das Capriccio Barockorchester in der Klosterbibliothek. Dazu serviert das Restaurant des Klosters ein spezielles Ostermenu. «Wer das Osterkonzert besuchen möchte, sollte es frühzeitig buchen. Es ist jeweils schnell ausverkauft», sagt Cornelia Scheiwiller.

«Wir werden überhäuft mit Bewerbungen»

Traditionell veranstaltete das Kloster Fischingen jeweils drei Orgelkonzerte im August. «Eines der drei Konzerte ist aber hinsichtlich der Besucherzahlen immer abgefallen. So haben wir uns lange überlegt, ob wir trotzdem an der Tradition festhalten wollen. Schlussendlich entschieden wir, für dieses Jahr nur noch zwei Orgelkonzerte ins Programm aufzunehmen», so Scheiwiller.

Die Kulturverantwortliche gerät bei allen Programmpunkten ins Schwärmen. So sei Claude Rippas, der im August mit seinem Gabrieli Quartett auftritt, «ein wahrer Publikumsmagnet». Und das Aulos Quartett, das im November in der Klosterbibliothek spielt, von der Besetzung her – mit Streichern und Oboen – «einzigartig». Für ihr Jahresprogramm haben Cornelia Scheiwiller und ihr Team jeweils die Qual der Wahl. «Wir werden richtiggehend überhäuft mit den Bewerbungen der Musiker.»

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