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Firmen sollen ein Gesicht bekommen

Die Industrie- und Handelskammer Thurgau lanciert eine Imagekampagne für die Thurgauer Wirtschaft. Mit dieser Kampagne will die IHK den Graben zwischen der Wirtschaft und der Gesellschaft schliessen. In der Startphase sind zwölf Thurgauer Firmen beteiligt.
Ralf Rüthemann
Gemeinsam am Werk in der Produktionshalle der Kifa AG: Ruedi Heim, Diana Gutjahr, Christian Neuweiler, Andy Bösch und Peter Maag. (Bild: Ralf Rüthemann)

Gemeinsam am Werk in der Produktionshalle der Kifa AG: Ruedi Heim, Diana Gutjahr, Christian Neuweiler, Andy Bösch und Peter Maag. (Bild: Ralf Rüthemann)

AADORF. «Mir sind Thurgau». So heisst die neue Kampagne der Industrie- und Handelskammer (IHK) Thurgau. Im Vordergrund stehen die gemeinsamen Interessen von Arbeitgebenden und Arbeitnehmenden, wie Christian Neuweiler, Präsident der IHK Thurgau, in der Bau- und Verpackungsfirma Kifa AG in Aadorf erklärt: «Darunter fallen Ausbildungen, ein wettbewerbsfähiger Standort und gesicherte Renten.» Zudem richte sich die Kampagne gegen aufkommende Initiativen. «Zum Beispiel gegen die 1:12-Initiative, die der Wirtschaft enorm schaden könnte.»

Als Sujet für die Plakate und Inserate haben sich aus zwölf Thurgauer Firmen je ein Mitglied der Geschäftsleitung und ein Arbeitnehmer zur Verfügung gestellt. Auf dem Bild sieht man, wie der Angestellte seinem Vorgesetzten den Arm auf die Schulter legt. «Damit drücken wir bildlich die Nähe zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer aus», sagt IHK-Direktor Peter Maag. Die Bilder werden zudem mit einem Slogan ergänzt, der mit «Gemeinsam…» beginnt.

Es sind Vorurteile vorhanden

Die Kifa AG ist mit Geschäftsleiter Ruedi Heim und Produktionsmitarbeiter Andy Bösch eine der zwölf Firmen. «Uns freut es sehr, dass wir dabei sind», sagt Ruedi Heim. Es störe ihn nämlich, dass man sich als Arbeitgeber in der Öffentlichkeit ständig verteidigen muss. «Mit dieser Kampagne haben wir die Möglichkeit zu zeigen, dass unsere Geschäftsleitung mit den Mitarbeitern eng verbunden ist. Mitarbeiter Andy Bösch kann dies bestätigen: «Ich nehme gerne an dieser Kampagne teil. Denn ich arbeite gerne hier.»

Auch Diana Gutjahr aus der Geschäftsleitung der Ernst Fischer AG ist begeistert: «Wenn man sich in der Öffentlichkeit als Unternehmerin vorstellt, sind schnell Vorurteile vorhanden. Man wird als Abzocker gesehen.» Das soziale Engagement sei aber wichtig. «Die Hierarchie in unserer Firma ist flach.»

Keine einmalige Sache

Laut Christian Neuweiler sind die Inserate und Plakate der Kampagne, die in den nächsten zwei Wochen anzutreffen sind, keine einmalige Sache. «Die Kampagne ist so konzipiert, dass sie über mehrere Jahre unterschiedliche Themen aufnehmen kann.» Insgesamt koste sie etwa 100 000 Franken. «Nach dem zweiwöchigen Start der Kampagne hoffen wir auf gute Rückmeldungen. Die Kampagne soll von der Bevölkerung wahrgenommen und unter den Leuten diskutiert werden.» Am Ende sei es das Ziel, dass der Graben zwischen der Wirtschaft und der Gesellschaft geschlossen wird. «Wir geben den Firmen ein Gesicht und bringen sie näher ans Volk.»

Teilnehmer an der Kampagne: Kifa AG, Ernst Fischer AG, Aequator AG, Bernina International AG, Baumer Group, De Martin AG, InnoPlastics AG, Keller-Stahl AG, Serto AG, Stadler Rail AG, Raiffeisenbank Münchwilen-Tobel und Klinik Schloss Mammern.

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