Firmen abgezockt – Freiheitsstrafen gefordert

RHEINECK. Das Kreisgericht Rheintal hat am Donnerstag einen Fall beraten, in dem es um falsche Deklarationen von Bauschutt, gefälschte Unterschriften und Schwarzgeld ging. Opfer sollen zwei Recyclingfirmen sein. Der Deliktbetrag wird auf eine halbe Million Franken beziffert.

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RHEINECK. Das Kreisgericht Rheintal hat am Donnerstag einen Fall beraten, in dem es um falsche Deklarationen von Bauschutt, gefälschte Unterschriften und Schwarzgeld ging. Opfer sollen zwei Recyclingfirmen sein. Der Deliktbetrag wird auf eine halbe Million Franken beziffert.

Die Anklage forderte für den 42jährigen Betriebsleiter wegen Urkundenfälschung, Geldwäscherei, ungetreuer Geschäftsführung, Veruntreuung, versuchter Veruntreuung und versuchtem Betrug eine Freiheitsstrafe von viereinhalb Jahren, dazu eine Geldstrafe von 180 Tagessätzen. Für den Mitarbeiter verlangte er eine bedingte Freiheitsstrafe von eineinhalb Jahren und eine unbedingte Geldstrafe von 180 Tagessätzen. Der 69jährige Geschäftsführer sollte wegen Beihilfe zu ungetreuer Geschäftsbesorgung, Beihilfe zu Urkundenfälschung und mehrfacher Geldwäscherei mit einer bedingten Freiheitsstrafe von 17 Monaten und einer Geldstrafe von 30 Tagessätzen bestraft werden. Der Rentner, der nur als Zahlstelle funktioniert habe, solle wegen mehrfacher Geldwäscherei eine Strafe von 80 Tagessätzen erhalten.

Der Anwalt forderte Freisprüche in den meisten Anklagepunkten. Das Urteil wird am Dienstag bekanntgegeben. (sda)