Finanzen bleiben Thema Nr. 1

FRAUENFELD. Für die Waage-geborene Stadt Frauenfeld bleiben die Finanzen das dominierende Thema, zumindest in der ersten Jahreshälfte. Dies sagt der Frauenfelder Astrologe Urs Schläpfer nach einem Blick in die Gestirne.

Stefan Hilzinger
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Wie bei einem Menschen lassen sich auch für Städte oder Länder Geburtshoroskope erstellen. Für Frauenfeld kommen zwei Daten für die «Geburt» in Fragen: Der 28. August 1246, als die Ortschaft erstmals namentlich erwähnt wurde, oder der 10. Oktober 1286, als Frauenfeld in einer Urkunde erstmals als Stadt bezeichnet wurde. Der Frauenfelder Astrologe Urs Schläpfer («Astroursus») hat die Gestirne am 10. Oktober 1286 genauer unter die Lupe genommen, unter der Annahme, dass die Urkunde um 12 Uhr mittags ausgestellt worden ist.

Kommunikativ, weltoffen

Demnach ist Frauenfeld im Zeichen der Waage geboren. «Von der Wesensart her sind Waage-Geborene der Diplomatie, der Kommunikation und der Schönheit verbunden», sagt der Astrologe.

Das Zeichen Schütze im ersten Haus (der «Aszendent») kennzeichnet die Stadt als weltoffen, kommunikationsfreudig und nicht etwa verschlossen. Wichtig für das Geburtshoroskop einer Stadt ist ausserdem der Stand des Mondes. «Der Mond stellt in einem Städtehoroskop das Volk dar.» Bei der Geburt der Stadt Frauenfeld stand der Mond im Zeichen des Krebses. «Mit dem Mond als Leitgestirn des Krebses wird dem Volk viel zugestanden. Es handelt stark, eher konservativ, ist sehr heimatbezogen, fürsorglich und gefühlsbetont; manchmal auch launisch.»

Der Saturn stand bei der Geburt der Stadt Frauenfeld im Sternzeichen Wassermann. «Die Stadt ist prinzipiell aufgeschlossen für Neues, hat eine gesunde Einstellung für Soziales und ist dabei äusserst sparsam und zurückhaltend», liest er aus der Konstellation heraus. Der Mars als Taktgeber stand im Zeichen des Schützen, aber im zwölften Haus, was die Frauenfelder nicht gerade als Heisssporne erscheinen lasse. «Wiederum ein Hinweis auf die der Waage eigenen diplomatischen Geschicke», sagt Schläpfer.

Von besonderem Interesse ist weiter auch die Venus, die bekanntlich für die Liebe steht, aber auch für die Finanzen und für Besitz. Venus stand im Zeichen Jungfrau. «Frauenfeld handelt als Stadt immer nach dem Motto <Zuerst die Arbeit, dann das Vergnügen>.»

Astrologe Urs Schläpfer. (Bild: hil)

Astrologe Urs Schläpfer. (Bild: hil)

Für das Kapitel Beziehung und Partnerschaft ist für Schläpfer auch der Kleinplanet «Pholus» mitbestimmend. Dies ist ein 1992 entdeckter Asteroid der Kentaur-Gruppe zwischen Neptun und Saturn. «Pholus stand im Zeichen Skorpion. Frauenfeld geht somit nicht allzu schnell eine Partnerschaft oder Verträge ein, erst wenn alles gründlich geprüft ist», erklärt der Astrologe.

Und was blüht der Stadt im kommenden Jahr? Die Finanzen bleiben ein starkes Thema. «In den ersten sechs Monaten wird dazu eine wichtige Entscheidung fallen», ist Schläpfer überzeugt.

Saturn wechselt ins elfte Haus

Sollte dies nicht der Fall sein, werde das Thema spätestens in sieben Jahren unter ähnlicher Lage der Gestirne wieder aufs Tapet gelangen und dann nur noch stärker sein als dieses Jahr.

«Saturn steht derzeit im zehnten Haus, das für Beruf und Berufung und im Städtehoroskop auch für die Regierung, den Stadtrat, steht. Bis im Herbst steht der Stadtrat unter Druck, dann wechselt Saturn ins elfte Haus, was Themen wie Abkommen und Verträge sowie Soziales ins Zentrum rückt.» Der Saturn hat in der Astrologie die Rolle des herausfordernden Lehrmeisters. Die Verantwortlichen sollen unbeantwortete Frage offen annehmen, statt sich gegen sie zu sperren, legt der Astrologe nahe.

Positiver Jupiter

Der Planet Jupiter gilt in der Astrologie als Glücksstern. Dieser sei der Stadt Frauenfeld im kommenden Jahr wohlgesinnt, sagt Schläpfer. Im ersten Halbjahr steht Jupiter im sechsten Haus, das für Arbeit und Ökonomie steht, dann wechselt er ins siebte Haus, welches wiederum mit Abkommen und Verträgen zu tun hat und alle partnerschaftlichen Beziehungen betrifft.

«Aus meiner Sicht ist 2013 ein gutes Jahr für Frauenfeld, um sich mit sich selbst und seinen Beziehungen zu befassen», lautet Schläpfers Fazit. 2013 dürfte kein Jahr werden, in dem die Stadt stark nach aussen wirke, sie habe vorerst genug mit dem «Innen» zu tun, ist er überzeugt. Astrologe Urs Schläpfer sagt aber auch: «Die Sterne zwingen uns zu nichts. Aber wir können deren Schwingungen aufnehmen und adäquat handeln. Denn jedes Ding hat seine Zeit.»