Feriengefühl zwischen Camp und New Yorker Ghetto

Ab in den Süden

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Mathieu und seine Kumpels spielen eine Partie Beachvolleyball im heissen Sand, auf der Bühne legt der DJ Musik auf. (Bild: Thi My Lien Nguyen)

Mathieu und seine Kumpels spielen eine Partie Beachvolleyball im heissen Sand, auf der Bühne legt der DJ Musik auf. (Bild: Thi My Lien Nguyen)

Im Hochsommer zieht es die Menschen an den Strand. Mittelmeer, Atlantik und diverse Seen locken zum süssen Nichtstun, die Beine hochlagern und sich in der Sonne bräunen. Dieses Feriengefühl können sich die Open-Air-Gänger nun auch in Frauenfeld abholen. South Beach nennt sich der neueste Wurf der Open-Air-Macher. Zwar liegt er im Norden des Geländes, aber ein Beach, also ein Strand, hat es.

Die Gäste können hier in gemütlichen Liegen unter den Sonnensegeln liegen – «Hammer geil! Voll das Ferienfeeling!», sagt Jeannine aus Bern dazu –, barfuss zur Musik der DJs im Sand abtanzen«Voll wie Springbreak! Eine mega gute Sache um die Zeit zu vertreiben, bis die Konzerte auf der Hauptbühne beginnen», sagt die tanzende Eldona aus Zürich – oder sich beim Beachvolleyball in der brütenden Hitze austoben – «Dieser Strand ist eine gute Idee, auch wenn der Sand sehr heiss ist», sagt Mathieu aus Neuchâtel, der sich mit seinen Kumpels bei einer Partie Beachvolleyball die Zeit vertreibt.

Eine Bar darf an der South Beach natürlich nicht fehlen. Ihr Geschick können die Strandbesucher beweisen, wenn sie ein ferngesteuertes Auto unfallfrei durch einen Parcours steuern, und abgerundet wird das Angebot mit einer Wasserfontäne zur Abkühlung. Eine gelungene Neuerung dieser Strand am Open Air.

Eine weitere Neuerung, die auffällt, sind die erhöhten Zuschauertribünen rechts und links der beiden Hauptbühnen South und North Stage – hier stimmt übrigens die geografische Bezeichnung. Aus etwa vier Metern Höhe eröffnet sich den Besuchern ein ganz neuer Blickwinkel auf ihre Stars. Entsprechend wird hier mit den Handys geknipst, was das Zeug hält, wenn wieder ein Konzert im Gange ist.

Von dort oben zeigt sich auch eindrücklich, wie die Open-Air-Macher bei der Gestaltung und Dekoration der Hauptbühnen nochmals eine Schippe drauf gelegt haben. Zwei, drei Sportwagen, ein Polizeiauto und die Beschilderung entführen die Betrachter nach New York, dorthin also, wo sich vor 40 Jahren der Rap an Blockpartys in den Ghettos etablierte. (mte)