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Ferien in Zirkuswagenhausen

Camping Wagenhausen bietet seinen Gästen eine ungewöhnliche Logiermöglichkeit: In drei eigens angefertigten Zirkuswagen können jeweils bis zu vier Personen übernachten – ein einmaliges Angebot in der Ostschweiz.
Gudrun Enders
Ein Gast lehnt sich an die Veranda des Zirkuswagens, in dem vier Betten, Bad und Kochnische Platz haben. (Bild: Gudrun Enders)

Ein Gast lehnt sich an die Veranda des Zirkuswagens, in dem vier Betten, Bad und Kochnische Platz haben. (Bild: Gudrun Enders)

WAGENHAUSEN. Pöstler Richi braust über den Campingplatz Wagenhausen. Er düst an Wohnwagen, Vorzelten und getrimmten Rasenflächen vorbei. «Grüezi. Ich han's Päckli für Sie», sagt er zu den Dauercampern. Diese Szene stammt aus dem neuen Digitec-Werbespot, der seit vergangener Woche im Schweizer Fernsehen läuft.

Der berühmte Journalist Niklaus Meienberg hätte seine Freude. Er ergötzte sich 1973 noch an Gartenzwergen. Diese Armee wurde auf dem Campingplatz längst durch Blechfrösche, Tonschweinchen und mit Glassteinen geschmückte Schmetterlinge ersetzt. «Wohnwagenhausen» betitelte Meienberg seine beispielhafte Reportage. Inzwischen müsste er «Zirkuswagenhausen» schreiben.

Abenteuer mit Komfort

Seit Mitte Mai stehen drei Zirkuswagen auf dem Campingplatz, die Attraktion. Auch sie haben einen Vorplatz erhalten, mit Stühlen, Tisch und Blumentopf. «Wir richten dort noch eine Feuerstelle ein», sagt Andreas Schmid. Er entwickelt die Unternehmen für Campingplatzbesitzer Harry Müller, der auch Gemeindepräsident von Wagenhausen ist. Müller zog sich vergangenes Jahr aus seinem Immobilien- und Architekturbüro zurück. Nun steckt er seine Erfahrung und Zeit in den Campingplatz. Er hat das neue Sanitärgebäude mit Dusche und WC geplant und auch die Zirkuswagen entworfen. Darin sind vier Schlafgelegenheiten untergebracht, ein winziges Badzimmer mit Toilette und Dusche sowie eine kleine Küche mit Sitzgelegenheit. Das Angebot ist ungewöhnlich, nur der TCS-Campingplatz in Solothurn biete noch Übernachtungen in Zirkuswagen an, sagt Andreas Schmid. Die ersten Zirkuswagengäste in Wagenhausen schätzten das Abenteuer, das dennoch Komfort biete. Mit den Zirkuswagen will Besitzer Harry Müller vor allem Familien ansprechen. Für den Aufenthalt wird auch ein Zirkuskoffer zur Verfügung gestellt, gefüllt mit Diabolo, Clownnase oder Wasserpistole.

Prototyp der Campingplätze

Der Campingplatz Wagenhausen besteht seit 1959. Die Anlage entstand aus einem kleinen Zeltplatz direkt am Rhein. Der damalige Gründer Adolf Näf gilt bis heute als Schweizer Campingpionier. Inzwischen hat sich der Campingplatz auf 4,5 Hektar ausgedehnt.

Die gesamte Campinganlage ist ein Familienbetrieb und befindet sich seit 1985 im Besitz der Familie Müller. Der zugehörige Landgasthof samt Hotel wurde unter ihrer Regie erbaut.

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