FELBEN-WELLHAUSEN: Kein Kredit für Strassenkredit

Die Stimmberechtigten haben den Antrag für die Sanierung der Ortsdurchfahrt bachab geschickt. Nebst erfreulichen Zahlen gaben zwei Gemeinderäte ihren Rücktritt bekannt.

Andreas Taverner
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Andreas Taverner

frauenfeld@thurgauerzeitung.ch

Nach der Versammlung ist vor der Versammlung. So ging am Montagabend im Gemeindehaus in Felben-Wellhausen nach der Präsentation der Primarschule diejenige der Politischen Gemeinde über die Bühne. Gemeindepräsident Werner Künzler blickte in einen gutgefüllten Saal, 171 Stimmberechtigten prägten die 49. Gemeindeversammlung mit zahlreichen Emotionen und Wortmeldungen. «So viele Gäste sah ich selten an einer Gemeinde», meinte Künzler.

Gleich zu Beginn stellte Willi Schwarz den Antrag, das Traktandum «Kreditantrag für die Ortsdurchfahrt» mit dem Traktandum «Neues Baureglement» zu tauschen, was aber keine Mehrheit fand. Bezüglich Ortsdurchfahrt beantwortete Benedikt Eberle, Leiter der kantonalen Abteilung Planung und Verkehr, Fragen und wies darauf hin, dass sich der Kanton mit rund 3,2 Millionen Franken am Strassenbau beteilige. Dass die Kantonsstrasse saniert werden muss, fand beim Stimmvolk Anerkennung. «Aber nicht mit so viel ‹Schischi›», meinte einer der zahl­reichen Votanten. Ein weiterer verlieh seinen Worten mit erhobenem Arm sowie ausgestrecktem Mahnfinger Nachdruck und schritt ans Rednerpult, wo Gemeinderat Duri Plouda vom Ressort Tiefbau das Vorhaben erläuterte. Schliesslich versenkten die Stimmberechtigten den Bruttokredit von rund einer Million Franken für den Gemeindebeitrag an die Sanierung der Ortsdurchfahrt . 91 Stimmberechtigte waren dagegen. «Wie es weitergeht, wissen wir nicht», bemerkte Gemeindepräsident Künzler danach.

Zweimal Ja für Baureglement und Rechnung

Das neue Baureglement der Regio Frauenfeld fand hingegen eine Mehrheit und wurde mit 156 von 169 Stimmen klar angenommen, nachdem es Künzler detailliert erläutert hatte.

Erfreuliche Zahlen präsentierte Vizegemeindepräsidentin Gabriela Lehner bei der Jahresrechnung 2016. Bei Gesamt­ausgaben von rund 7,3 Millionen Franken resultierte ein Gewinn von rund 410000 Franken. Das Stimmvolk genehmigte denn auch die Rechnung.

Beim letzten Traktandum «Verschiedenes» erfuhren die Stimmberechtigen, dass Markus Bolli vom Ressort Werke sowie Andreas Wallner vom Ressort Soziales ihren Rücktritt auf Ende der Legislaturperiode 2019 eingereicht haben.

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