Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

FELBEN-WELLHAUSEN: Die Römer kommen

Bei Eiseskälte übte eine Gruppe Männer mit Sandalen an den Füssen für ihren Auftritt am historischen Markt.
Jedes Detail muss stimmen: Zenturio Yves Rüttimann inspiziert die Kleidung der römischen Legionäre. (Bild: Andreas Taverner)

Jedes Detail muss stimmen: Zenturio Yves Rüttimann inspiziert die Kleidung der römischen Legionäre. (Bild: Andreas Taverner)

Um das wärmende Feuer haben sich zahlreiche römische Legionäre und eine Römerin eingefunden. Sie haben die vergangene Nacht in sieben Zelten bei Kälte und Schneetreiben verbracht. Jetzt ist ein wärmendes Getränk umso willkommener. Doch schon bald müssen die zehn Legionäre ihre Rüstungen anlegen. Dies geht meist nur mit Hilfe eines Kameraden. Hier noch einen Riemen festzurren, dort beim Kettenhemd helfen.

Kurz vor neun Uhr: Zenturio Yves Rüttimann aus Kradolf ruft in lateinischer Sprache die zehn Legionäre der Legio XI zur militärischen Ausbildung hinter das Schloss Wellenberg. Die Legio XI, ist ein in Windisch AG, oder Vindonissa wie das damalige römische Legionslagers hiess, beheimateter Verein. Seinen Mitgliedern geht es darum, vom 2. bis 3. Juni am historischen Handwerker- und Warenmarkt den Besuchern ein möglichst realitätsnahes Bild der Römerzeit zu vermitteln, wie Rüttimann erläutert. Deshalb üben die Legionäre nebst der lateinischen Sprache das Werfen der Lanzen, das Schwert richtig zu handhaben und auch das Marschieren in diversen Formationen, so zum Beispiel die Schildkrötenformation. Sie ist eine militärisch-taktische Formation, die Schutz vor Beschuss und gleichzeitig das Vorrücken auf befestigte, vor allem überhöhte Stellungen erlaubt.

Susi Wehrli, die einzige Frau im Zeltlager, erklärt, dass mit den Soldaten auch immer Zivilisten wie Handwerker mit auf Reisen gingen, denn die Soldaten benötigten nebst Kleidung auch Essensbesteck wie Löffel oder Messer, deren Schäfte aus Knochen gefertigt waren. «Da die Spindel damals noch nicht bekannt war, gab es auch keine wärmenden Pullover», sagt sie. (at)

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.