Feinschliff bis zur letzten Minute

AADORF. Lange Zeit war sie eine Baustelle, noch viel länger ein Politikum: Die Aadorfer Dreifachsporthalle Löhracker. Morgen nun wird sie mit einem Tag der offenen Tür eingeweiht – zweieinhalb Jahre, nachdem die Stimmbürger das 13-Millionen-Projekt an der Urne abgesegnet hatten.

Olaf Kühne
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Projektleiter und Gemeinderat Stefan Mühlemann steht auf der Zuschauertribüne der neuen Sporthalle. (Bild: Olaf Kühne)

Projektleiter und Gemeinderat Stefan Mühlemann steht auf der Zuschauertribüne der neuen Sporthalle. (Bild: Olaf Kühne)

Es ist der sprichwörtliche Endspurt. Morgen wird die Sporthalle Löhracker mit einem Tag der offenen Tür eingeweiht (siehe Box). Bereits am Sonntag bestreiten die Volleyballerinnen des VBC Aadorf in der Dreifachsporthalle ihr erstes Heimspiel, am Montag nehmen dann die Schülerinnen und Schüler den Neubau in Beschlag.

Dennoch sieht die Halle – zumindest auf den ersten Blick – noch aus wie eine Baustelle. Allerorten sind Handwerker mit kleineren Arbeiten beschäftigt, derweil das Reinigungspersonal schon die Spiegel in den Garderoben putzt. Feinschliff ist angesagt. Denn dass die Halle betriebsbereit ist, bezeugt nicht zuletzt die Resultattafel, die über den Spielfeldern thront: Sie zeigt bereits die korrekte Zeit an.

Kein grober Planungsfehler

Mittendrin im emsigen Treiben steht Stefan Mühlemann. Der Aadorfer Gemeinderat ist Projektleiter. «Die Schlussphase ist tatsächlich intensiver», sagt er. «Ich bin täglich auf der Baustelle.» Im Mai 2013 bewilligten die Aadorfer Stimmbürger den 12,9-Millionen-Bau an der Urne. Froh, dass die zweieinhalbjährige Projekt- und Bauphase endlich vorüber ist, sei er aber nicht. Vielmehr sagt Mühlemann: «Ich habe Freude, zu sehen, was seit der Urnenabstimmung entstanden ist.»

Gänzlich zurücklehnen kann er sich denn auch noch nicht. Man sei zwar nach wie vor überzeugt, dass kein grober Planungsfehler unterlaufen sei – aber: «Wirklich bewähren kann und muss sich die Halle nur in der Praxis. Erst dann werden wir sehen, ob alles funktioniert.» Jedenfalls sei die Zusammenarbeit mit den Architekten und der Arbeitsgruppe, in der nebst Politischer und Schulgemeinde auch die Vereine vertreten sind, sehr gut gewesen.

Anpfiff um 13.30 Uhr

Auch in finanzieller Hinsicht ist Mühlemann zufrieden. «Die Bauabrechnung werden wir zwar frühestens im Februar abschliessen können», sagt er. «Im Moment sieht es aber nach einer Punktlandung aus.»

So bleibt denn als einziges grosses Ärgernis die Sabotage. Unbekannte hatten letztes Jahr wiederholt die Grundwasserpumpe in der Baugrube ausgeschaltet und einen Schaden von 150 000 Franken sowie eine einwöchige Verzögerung der Bauarbeiten verursacht. Spätestens beim Anpfiff des ersten Heimspiels des VBC Aadorf in der neuen Halle am Sonntag um 13.30 Uhr dürfte aber selbst das vergessen sein.

Die Umgebung der Halle ist noch eine Baustelle. Definitiv begrünt wird sie erst im kommenden Frühling. (Bild: OLAF KUEHNE)

Die Umgebung der Halle ist noch eine Baustelle. Definitiv begrünt wird sie erst im kommenden Frühling. (Bild: OLAF KUEHNE)

«Löhracker» prangt in grossen, silbrigen Buchstaben auf dem Eingangsbereich.

«Löhracker» prangt in grossen, silbrigen Buchstaben auf dem Eingangsbereich.