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Feiern am Nachmittag hilft gegen das Tanzverbot

Mit guter Musik und einem Schlückchen Eierlikör feiert es sich auch nachmittags gut. Die Betreiber des Schlosskellers in Frauenfeld wagen erstmals das Experiment und laden am Samstag zum österlichen Clubbing ab 16 Uhr. So kommen die Partygänger früher ins Bett und haben noch etwas vom Ostersonntag.
Mathias Frei
Markus Ritzinger Geschäftsführer 2B-Visions AG (Bild: Mario Testa)

Markus Ritzinger Geschäftsführer 2B-Visions AG (Bild: Mario Testa)

FRAUENFELD. Im Schlosskeller steppt der Bär am Wochenende normalerweise bis 4 Uhr morgens. Frauenfeld festet fast so grossstädtisch wie Zürich. Übermorgen ist dem aber nicht so. Am Ostersamstag steigt die Feierei erstmals schon nachmittags. Um 16 Uhr ist im Schlosskeller Türöffnung. Dafür wird schon kurz vor Mitternacht die letzte Runde ausgerufen. Da hilft auch kein tanzwütiger Osterhase, den man vielleicht doppelt sieht.

Ruhetagsgesetz gilt im Thurgau

Denn im Thurgau herrscht im Gegensatz etwa zum Kanton Zürich ein Tanzverbot an «hohen Feiertagen». Das heisst: Am Karfreitag, Ostersonntag, Pfingstsonntag, am Eidgenössischen Dank-, Buss- und Bettag sowie am Weihnachtstag sind insbesondere Konzerte nichtreligiöser Natur und Schaustellungen verboten, weil solche Events «die angemessene Ruhe ernstlich stören». Das gilt gemäss kantonalem Ruhetagsgesetz – wahrscheinlich bis in alle Ewigkeit. Amen. Deshalb darf man am Ostersamstag nicht in den Sonntag hinüberfeiern.

Aus der Not eine Tugend machen

«Die Idee für diese Samstagnachmittagsparty ist aus der Not entstanden», sagt Markus Ritzinger, Geschäftsführer der 2B- Visions AG, welche nebst dem Firehouse in Weinfelden auch den Schlosskeller betreibt. Es ist die Not, die das Tanzverbot macht.

Ritzinger will aus dieser Not eine Tugend machen. Man werde mit den Jahren nicht jünger, er selber merke das. Mit den Parties am Samstagnachmittag müsse man sich nicht mehr die Nacht um die Ohren schlagen und habe trotzdem gut gefeiert. Die Partygänger kommen zu einigermassen christlichen Zeiten ins Bett. So habe man auch noch etwas vom Ostersonntag, sagt Ritzinger.

Er kann sich deshalb gut vorstellen, dass übermorgen der Altersschnitt im Schlosskeller irgendwo zwischen 25 und 35 liegt. «Natürlich ist es ein Experiment. Aber wenn wir kein Potenzial in einer solchen Veranstaltung sähen, würden wir sie nicht machen», sagt Ritzinger. Für den Schlosskeller sei dies eine Angebotserweiterung. Er hofft, so vielleicht auch Publikum von vor fünf Jahren wieder zum Feiern zu bringen. Wenn das Bedürfnis dafür vorhanden ist, wäre laut Ritzinger ab Herbst eine Samstagnachmittagsparty pro Monat möglich.

Für die Musik sorgen übermorgen übrigens die DJs Don Philippo und Sven May. Gemächlich soll es starten. Die Party-Prime-Time sieht Ritzinger etwa ab 17 oder 18 Uhr. Ein leckeres Osterbuffet steht aber natürlich schon vorher bereit.

Samstagnachmittagsparty: Ostersamstag, ab 16 Uhr, Schlosskeller, Frauenfeld, Eintritt frei.

So wird freitagnachts um 1.30 Uhr im Schlosskeller gefeiert. (Archivbild: Chris Marty/frauenfeld-events.ch)

So wird freitagnachts um 1.30 Uhr im Schlosskeller gefeiert. (Archivbild: Chris Marty/frauenfeld-events.ch)

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