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FEHLSCHUSS: Getötete Schafe: Tierschützer erstatten Anzeige

Ein Jäger hat Schafe mit Wildschweinen verwechselt. Sieben Tiere fielen ihm zum Opfer. Nun zeigte der Thurgauische Tierschutzverband den Jäger an.
Sieben Schafe wurden durch die Fehlschüsse getötet. (Bild: Urs Bucher)

Sieben Schafe wurden durch die Fehlschüsse getötet. (Bild: Urs Bucher)

Der Thurgauische Tierschutzverband will strafrechtlich gegen den Jäger vorgehen, der Wildschweine mit Schafen verwechselte und dadurch sieben der Nutztiere tötete, beziehungsweise tödlich verletzte. Der Verband reichte bei der Staatsanwaltschaft Frauenfeld Strafanzeige ein. " Wegen Verdachts auf Tierquälerei", heisst es in der Anzeige. "Nach Medienberichten handelt es sich beim Jäger um einen 61-jährigen Mann aus Weingarten-Kalthäusern." Weitere Kenntnisse habe der Tierschutzverband aber nicht. Deshalb richtet sich die Anzeige gegen Unbekannt. Für den Tierschutzverband stellen die mit einem Direktschuss erlegten Schafe eine "mutwillige Tötung" dar. Die Tiere, die verletzt wurden und deshalb geschlachtet werden mussten, seien eine "Tiermisshandlung".

"Wenn ein Jäger nicht in der Lage ist, ein Nutztier von einem Wildtier zu unterscheiden, so stellt er eine Gefahr für Leib und Leben von Mensch und Tier dar", schreibt der Tierschutzverband in seiner Anzeige. Ein fahrlässiges Handeln sei gegeben. Der fehlbare Schütze habe – ohne seines Zieles sicher zu sein – sieben Schafe zu Tode gebracht. Er habe sich damit der fahrlässigen, qualvollen und mutwilligen Tiertötung und der Tiermisshandlung schuldig gemacht.

Der Vorfall geschah in der Nacht auf Samstag, 30. Dezember. In einem Waldstück zwischen Affeltrangen und Thundorf erschoss ein Jäger irrtümlicherweise vier Schafe einer beaufsichtigten Herde. Drei weitere Nutztiere musste ein Metzger wegen Verletzungen notschlachten. Der Jäger war nach seiner Tat "am Boden zerstört", wie der Präsident der Jagdgesellschaft Affeltrangen sagte. Mit dem Schafsbesitzer konnte sich der Jäger gütlich einigen. (sme)

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