«Fehlentscheid wird sehr teuer»

Die Glasfaser-Anbieter setzen die Gemeinden unter Zugzwang. Der Präsident des Gemeindeverbandes, Roland Kuttruff, will sich aber nicht drängen lassen – auch nicht vom Elektrizitätswerk des Kantons Thurgau.

Markus Schoch
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«Zeitdruck wird künstlich gefördert»: Roland Kuttruff, Präsident des Gemeindeverbandes. (Bild: Urs Jaudas)

«Zeitdruck wird künstlich gefördert»: Roland Kuttruff, Präsident des Gemeindeverbandes. (Bild: Urs Jaudas)

frauenfeld. Das Elektrizitätswerk des Kantons Thurgau (EKT) will ein offenes Glasfasernetz für den ganzen Kanton bauen. Ein Stück vom Kuchen abschneiden möchten sich auch die Kabelnetzbetreiber und die Swisscom.

Es ist ein eigentlicher Verdrängungswettbewerb im Gang. Das EKT hat kürzlich alle Gemeinden angeschrieben mit der Bitte, keine Verträge mit Dritten abzuschliessen.

Die Gemeinden wollen sich jedoch nicht unter Druck setzen lassen. «Ein Fehlentscheid kann sehr teuer werden», sagt Verbandspräsident Roland Kuttruff im Tagblatt-Interview. Er rät seinen Mitgliedern, sich im Moment an gar keinen Glasfaser-Anbieter zu binden. Auch das Angebot des EKT müsse zuerst geprüft werden. «Es ist noch einige neutrale Aufklärung nötig», sagt Kuttruff.

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