FDP will vier weitere Sitze im Grossen Rat

WEINFELDEN. Die FDP-Versammlung vom vergangenen Montag fand ohne Präsident Walter Schönholzer statt. Dieser nahm an einem Podium zu den Regierungsratswahlen teil.

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WEINFELDEN. Die FDP-Versammlung vom vergangenen Montag fand ohne Präsident Walter Schönholzer statt. Dieser nahm an einem Podium zu den Regierungsratswahlen teil. Darum führten Vizepräsidentin Flandrina von Salis und Geschäftsführerin Elisabeth Sulger-Büel durch die Versammlung, die von 66 Stimmberechtigten besucht wurde. Aus Zeitgründen behandelte die Versammlung nur die Durchsetzungs-Initiative und die Gotthard-Tunnel-Vorlage. Beide wurden von einem Pro- und einem Kontraredner vorgestellt und zur Abstimmung gebracht. Für die DurchsetzungsInitiative beschloss die Versammlung schliesslich die Nein-Parole, der zweiten Gotthardröhre stimmte die Partei hingegen zu.

Für die Vorlage «Für Ehe und Familie – gegen die Heiratsstrafe» und «Keine Spekulation mit Nahrungsmitteln» wurden die Entscheidungen der Parteileitung vorgelegt: Sie empfiehlt zweimal ein Nein.

Ein Sechser im Lotto

Einstimmig wurde die Unterstützung der bisherigen Regierungsräte Carmen Haag (CVP), Cornelia Komposch (SP), Monika Knill und Jakob Stark (SVP) beschlossen. Als «Sechser im Lotto» bezeichnete Brigitte Kaufmann die FDP-Kandidatur von Walter Schönholzer.

Eine klare Vorstellung hat die Partei auch von den Grossratswahlen am 10. April: «Unser Ziel sind vier zusätzliche Sitze, also von 18 auf 22 erhöhen», sagte Elisabeth Sulger-Büel. Derzeit hat die FDP Thurgau 18 Sitze im Grossen Rat: vier Sitze im Bezirk Arbon, vier im Bezirk Frauenfeld, drei im Bezirk Kreuzlingen, drei im Bezirk Münchwilen, vier im Bezirk Weinfelden. Alle Kandidierenden der Bezirke wurden im Bild vorgestellt, und wer im Saal war, erhob sich.

Ein Fremder in Bern

Ohne Diskussion genehmigte die Versammlung das Budget 2016. Dieses rechnet bei einem Aufwand von 158 170 Franken und einem Ertrag von 149 200 Franken, mit einem Verlust von 8970 Franken. Wie er das politische Leben in Bern erlebt, darüber referierte Nationalrat Hermann Hess aus Amriswil. Es mache ihm Spass und Freude, vor allem sucht er den Dialog auf allen Parteiebenen. Denn als «Extremthurgauer aus dem thurgauischen Teil ohne rechte Strassenerschliessung» fühle er sich in Bern noch ein bisschen als Fremder. (kü)

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