FDP-Frauen stehen hinter Philipp Müller

FRAUENFELD. Stehende Ovationen: Die FDP-Frauen unterstützen Philipp Müller bei seiner Kandidatur zum Parteipräsidenten der FDP.Die Liberalen. Maya Looser, Präsidentin der Thurgauer FDP-Frauen, hatte zur Generalversammlung der Schweizer FDP-Frauen nach Frauenfeld geladen.

Barbara Hettich
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Gastgeberin Maya Looser (l.) mit dem Aargauer Nationalrat Philipp Müller und Carmen Walker Späh, Präsidentin der Schweizer FDP-Frauen. (Bild: Barbara Hettich)

Gastgeberin Maya Looser (l.) mit dem Aargauer Nationalrat Philipp Müller und Carmen Walker Späh, Präsidentin der Schweizer FDP-Frauen. (Bild: Barbara Hettich)

«Es gibt noch viel zu tun, zog FDP-Frauen-Präsidentin Carmen Walker Späh, Kantonsrätin aus Zürich, in ihrem Jahresbericht Bilanz. Frauen würden beispielsweise immer noch bis zu 20 Prozent weniger wie ihre männlichen Kollegen verdienen.

Die Ausrede, dass die Frauen nicht in die Chefetagen wollten, könne sie nicht mehr akzeptieren, sagte die Parteipräsidentin. Immer noch müssten Frauen zu viele Hürden überwinden, um Beruf und Familie unter einen Hut zu bringen. Sie sehe auch immer mehr Männer, die sich vermehrt in die Familie einbringen wollten. «Für diese Menschen und für Chancengleichheit wollen wir uns einsetzen.»

Provokante Werbung

Für die FDP-Frauen heisst dies: Mit dem Abbau von Bürokratie ein grösseres Angebot an ausserfamiliärer Kinderbetreuung schaffen und für mehr Teilzeitstellen in den Chefetagen werben. Die etwas provokante Werbung «nicht mehr oben ohne – mehr Frauen in die Chefetagen» für die sich Generalsekretärin Claudine Esseiva ausgezogen hatte, brachte den FDP- Frauen nicht nur Lob, aber viel Medienpräsenz ein, so Carmen Walker Späh.

Mehr Sicherheit

Weiter will sich die Partei für mehr Sicherheit einsetzen und mit Gesellschafts- und Bildungsfragen profilieren, stellte die Berner Nationalrätin Christa Markwalder die Resolution der Liberalen vor.

Nationalrat Philipp Müller wird sich als Nachfolger von Parteipräsident Fulvio Pelli zur Wahl stellen. In Frauenfeld hatte er Gelegenheit, sich den FDP-Frauen zu präsentieren. Es sei ihm eine Ehre, an der Delegiertenversammlung der Frauen teilzunehmen: «Hier gibt es Leben in der Bude.» Die FDP.Die Liberalen würden eine gute und fortschrittliche Politik machen. Das Problem sei nur, dass dies in der Bevölkerung zu wenig wahrgenommen werde. Die FDP-Frauen hätten gezeigt, wie das geht, lobte er. Carmen Walker Späh überreichte ihm als Dank für seine Worte einen Besen, um den Mief aus der Partei herauszukehren. Die Delegierten verabschiedeten ihn mit viel Applaus.

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