Faszination auf vier Rädern

Am Sonntag stehen auf dem Seerücken spezielle vierrädrige Gefährte im Mittelpunkt. TZ-Korrespondent Severin Schwendener besuchte das Oldtimertreffen in Gündelhart und das Seifenkistenrennen in Müllheim.

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Die Oldtimer treffen in Gündelhart auf ein interessiertes Publikum. (Bilder: Severin Schwendener)

Die Oldtimer treffen in Gündelhart auf ein interessiertes Publikum. (Bilder: Severin Schwendener)

GÜNDELHART. Es muss ein fruchtbarer Boden für Liebhaber alter Gefährte sein: die Gemeinde Homburg. «In Homburg hat es mehr als 100 Personen, die irgendetwas Altes haben», sagt Viktor Haag, der Vizepräsident des Vereins Oldtimer-Freunde Seerücken. Mit «irgendetwas Altes» sind alte Autos, Lastwagen, Traktoren und landwirtschaftliche Geräte gemeint, die am Sonntag in Gündelhart einem zahlreich erschienenen Publikum gezeigt wurden.

«Dass es auf dem Land einfacher ist, eine Scheune oder einen Unterstand zu finden, trägt sicher zu dieser hohen Dichte bei», ist Haag überzeugt. Nun haben diese Liebhaber ihre Schätze der Öffentlichkeit gezeigt.

Ein besonders angefressener ist Bruno Riesen aus Stammheim. Dreizehn Fahrzeuge stehen in seiner Garage. «Früher habe ich drei Päckchen pro Tag geraucht – diese Autos sind jetzt meine Zigaretten.» Einer dieser Schätze ist ein Ford Model A von 1927. «Ein ideales Einsteigerfahrzeug», sagt Riesen.

«Relativ einfach zu bedienen, robuste Technik, und man bekommt alle Ersatzteile.» Zum Fahren sei das alte Mobil «wunderbar», sagt Riesen. «Der Motor ist extrem elastisch, man fährt alles im dritten Gang.» Natürlich gebe es immer etwas daran zu machen, aber Riesen erledigt alle Arbeiten selbst. «Ich traue nur noch mir», stellt er klar.

Anders als der Ford Model A, der ein Massenmobil war, ist der Nash Healey von Kurt Schnyder ultraselten. «240 Stück wurden davon gebaut», sagt er. «Sie waren schlicht zu teuer, das hat keiner gekauft.» Kein Wunder: der Roadster von 1952 entsprang einem Treffen des Amerikaners Nash und des Briten Healey: das Fahrzeug wurde in den USA gebaut und in England veredelt, bevor es in Italien von Pininfarina eine Karosserie bekam.

Gekauft hat ihn Schnyder vor drei Jahren in den USA, weil das schnittige Cabriolet auch seiner Frau auf Anhieb gefallen hat.

Mit 50 Stundenkilometern von Müllheim nach Langenhart.

Mit 50 Stundenkilometern von Müllheim nach Langenhart.

Kurt Schnyder Besitzer eines Nash Healey

Kurt Schnyder Besitzer eines Nash Healey

Bruno Riesen Autosammler

Bruno Riesen Autosammler

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