Fanbegleiter erhebt schweren Vorwurf

RAPPERSWIL-JONA. Der Vorwurf ist happig. Ein Fandelegierter der Lakers soll bei den Ausschreitungen am Samstag nach dem Spiel zwischen den Rapperswil-Jona Lakers und dem EHC Biel zuvorderst mitgemischt haben (die «TZ» berichtete).

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RAPPERSWIL-JONA. Der Vorwurf ist happig. Ein Fandelegierter der Lakers soll bei den Ausschreitungen am Samstag nach dem Spiel zwischen den Rapperswil-Jona Lakers und dem EHC Biel zuvorderst mitgemischt haben (die «TZ» berichtete). Also einer jener Personen, die als Bindeglied zum Club dienen und eigentlich mässigend auf die Anhänger einwirken sollten. Der Vorwurf stammt von Hans-Ulrich Köhli, Fandelegierter des EHC Biel.

Nachdem die beiden Bieler Fanbusse den Bereich vor dem Stadion verlassen hatten, wurden sie wenige hundert Meter weiter von Lakers-Fans gestoppt und angegriffen, wie Gian Andrea Rezzoli von der Kantonspolizei St. Gallen bestätigt. Laut Rezzoli konnte die Polizei einen Lakers-Anhänger beobachten, der einen Bus mit einem Kantholz angriff. Die Polizei habe ihn unter heftiger Gegenwehr kurzzeitig festgehalten und die Personalien aufgenommen. Er muss sich wegen Sachbeschädigung sowie Gewalt und Drohung gegen Beamte verantworten.

Gemäss dem Bieler Fandelegierten Köhli war es eine Handvoll bis maximal ein Dutzend Lakers-Fans, die den Bus angriffen. Köhli behauptet, dass darunter ein Fandelegierter der Lakers gewesen sei. «Er hat versucht, die Scheibe an meinem Platz mit einer Baustellenlampe einzuschlagen», so Köhli. Er habe dies als direkten Angriff auf seine Person interpretiert. Die Scheibe sei jedoch ganz geblieben. Erst bei einem weiteren Angriff sei das äussere Glas einer Doppelscheibe weiter hinten am Bus zu Bruch gegangen.

Lakers zeigen sich skeptisch

Bei den Lakers ist man über die Vorwürfe erstaunt und skeptisch. «Wir haben zum jetzigen Zeitpunkt keine Anhaltspunkte, dass ein Fandelegierter von uns involviert war», sagt Katharina Ganz, Koordinatorin der Fanzusammenarbeit der Rapperswil-Jona Lakers. Lakers-Geschäftsführer Roger Sigg äussert sich zurückhaltend: «Wenn dem so wäre, hätte das sicher Konsequenzen.»

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