Familien ziehen weg

RHEINKLINGEN. «Ich wohne neben dem Bammatterhaus.» Ein junger Mann, einen Säugling um den Oberkörper geschlungen, meldete sich gestern abend zu Wort: «Mein Sohn wird bald grösser. Dieses Projekt ist für mich ein Grund wegzuziehen.

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RHEINKLINGEN. «Ich wohne neben dem Bammatterhaus.» Ein junger Mann, einen Säugling um den Oberkörper geschlungen, meldete sich gestern abend zu Wort: «Mein Sohn wird bald grösser. Dieses Projekt ist für mich ein Grund wegzuziehen.» Bei allen Beiträgen von den Einwohnern wurde klar, dass sie sich vor allem um die Sicherheit ihrer Kinder sorgen. Denn kommt das Projekt, dann leben so viele psychisch Schwerkranke mit womöglich strafrechtlichem Hintergrund im Dorf, wie es dort Kinder hat. «Sie sind nie sicher vor Krisen», sagte Arzt Michael Lang – seit fünf Wochen Einwohner von Rheinklingen – in Hinblick auf die Heimbewohner. «Der Notfallpsychiater braucht eine Stunde bis er in Rheinklingen ist. Das ist der schlechteste Ort, so etwas aufzuziehen.» Im Vorfeld hatten Ehepaar Lang, Markus und Kurt Fehr sowie Karl Vetterli die Bevölkerung in einem Flugblatt aufgerufen, an der Orientierung teilzunehmen. Kurt Fehr sprach zum Schluss für alle: Die Bevölkerung lehne das Projekt vollumfänglich und mit aller Vehemenz ab. (end.)

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