Falsche Rechnungen an Krankenkasse retournieren

Zahlreiche Frauen, die am kantonalen Brustkrebs- Früherkennungsprogramm teilgenommen haben, haben von der Krankenkasse eine zu hohe Rechnung erhalten.

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Frauenfeld. Der kantonsärztliche Dienst hat festgestellt, dass Anfang dieses Monats viele Frauen, die eine Untersuchung im Rahmen des kantonalen Brustkrebs-Früherkennungsprogramms haben durchführen lassen, eine zu hohe Rechnung ihrer Krankenkasse erhalten haben. Die Krankenkassen haben zum Teil fälschlicherweise den Gesamtbetrag von Fr. 182.80 statt wie in der Krankenpflege-Leistungsverordnung geregelt nur den Selbstbehalt von 10 Prozent (Fr. 18.30) verrechnet.

Das Brustkrebs-Früherkennungszentrum hat nun mit Santésuisse, dem Dachverband der Krankenversicherer, Kontakt aufgenommen, um sicherzustellen, dass die Verrechnungsinformationen bis zu allen Krankenkassen gelangen und die Rechnungen künftig korrekt ausgestellt werden.

Der Thurgauer Kantonsarzt Mathias Wenger rät den betroffenen Frauen zu folgendem Vorgehen: «Diejenigen Frauen, die von ihrer Krankenkasse eine Rechnung für den Gesamtbetrag von Fr. 182.

80 erhalten haben, sollen diese nicht einzahlen und an die Krankenkasse zurücksenden. Es wird ihnen eine neue Rechnung über den korrekten Betrag von Fr. 18.30 ausgestellt werden. Sollte der Gesamtbetrag schon bezahlt sein, sollen die Frauen ihre Krankenkasse kontaktieren und eine Rückerstattung verlangen.» (pd/red.)