FAHRTRAINING: Erste Erfahrungen am Steuer gesammelt

26 Thurgauer Jugendliche verbrachten einen Teil ihrer Sommerferien im TCS-Jugendfahrlager auf dem alten Militärflugplatz von Ambrì. Als Abschluss wurde die Theorieprüfung absolviert.

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Ein prächtiger Sommertag kündigt sich an über dem alten Militärflugplatz von Ambrì-Piotta. Noch ist es ruhig, und das einzige Geräusch stammt von der nahen Autobahn. Fahrhof-Chef Patrick Oderbolz ist mit dem Kickboard unterwegs auf der einstigen Flugzeugpiste und beginnt mit dem Platzieren der farbigen Signalisation für den fünften Tag des diesjährigen Jugendfahrlagers. «Heute schulen wir das Schalten in den ersten und zweiten Gang und das Rückwärtsparkieren. Der Ergänzungsparcours steht zum Repetieren zur Verfügung», erklärt Oderbolz, der seit 18 Jahren bei der Durchführung von Jugendfahrlagern dabei ist

Warum macht es «brumm-brumm?»

Bald einmal treffen die noch etwas müden Jugendlichen mit zwei Bussen vom TCS-Feriendorf Scruengo auf dem Flugplatz ein. Während Lukas Gasser (Theorieverantwortlicher), Ernst Wirth (Fahrhofinstruktor) und Bettina Gasser (Sport und Freizeit) eine Gruppe der Teilnehmerinnen und Teilnehmer in sechs Fahrzeugen schulen, unterrichtet Roland Peter (Fahrhofinstruktor) die anderen im Bereich Autotechnik in der Baracke neben der Flugzeugpiste. «Ihr solltet ­wissen, weshalb es im Motor ‹brumm-brumm› macht», richtet sich Peter an die Jugendlichen. Sie erfahren während der folgenden anderthalb Stunden hautnah an verschiedenen Modellen und an einem Demofahrzeug eine Menge von Informationen über den Anlasser, das Getriebe oder die Kupplung bis hin zur Zündung. Antwort gibt es auch über den Einsatz des Reserverades, über die Anzahl PS und den Turbo. Roland Peter hat eine klare Vorstellung von diesem Theorieunterricht: «Die angehenden Autofahrerinnen und Autofahrer sollen das Wichtigste über die Autotechnik erfahren, dies ohne sich dabei zu stark im Detail zu verlieren.» Die zahlreichen Fragen der Lagerteilnehmer und das Interesse am Gebotenen illustrierten die Notwendigkeit dieses Unterrichts.

Ein Vorteil für die Fahrschule

Am Schluss des Jugendfahrlagers sind sich Instruktoren und Teilnehmende darüber einig: Dank der gezielten Fahrmanöver auf der abgesperrten Piste verfügten die angehenden Autolenkerinnen und -lenker über ein solides Basiswissen für die weitere Ausbildung im Rahmen ihres Fahrunterrichts auf der Strasse.

Die Fahrhofinstruktoren und gleichzeitig langjährigen Fahrlehrer zeigten sich ausserdem auch davon überzeugt, dass die Teilnehmenden nun einen entscheidenden Vorteil hätten in den späteren Lektionen bei ihren künftigen Fahrlehrerinnen und Fahrlehrern. (red)