Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Facelifting für Narrenkutsche

Damit sich das närrische Oberhaupt standesgemäss fortbewegt: Die Murganesen haben kürzlich ihren Obernarrenwagen generalüberholt. Der Militäranhänger mit Jahrgang 1954 wäre auch Offroad-tauglich.
Mathias Frei
Die Murganesen arbeiten am Obernarrenwagen. (Bild: Reto Martin)

Die Murganesen arbeiten am Obernarrenwagen. (Bild: Reto Martin)

Mathias Frei

mathias.frei@thurgauerzeitung.ch

Worst-Case: Bei der Stadtübergabe am Schmutzigen Donnerstag bricht unter dem neuen Obernarren der Boden des Obernarrenwagens ein. So schlimm stand es zwar noch nicht um den Militäranhänger mit Jahrgang 1954. Aber für Sepp Büttler war klar, dass Sanierungsbedarf bestand. Büttler ist seit neun Jahren im Bauteam der Narrengesellschaft Murganesen, seit drei Jahren leitet er es.

Der Obernarrenwagen steht vor seiner achten Frauenfelder Fasnacht. 2010 konnten die Murganesen den Anhänger einem Murgratzen-Mitglied – «ein Jäger und Sammler» – abkaufen. Idee des Gefährts, das einen Traktor als Zugmaschine hat, ist laut Murganesenpräsident Ivan Gubler, dass das närrische Oberhaupt ein standesgemässes Fahrzeug hat. Im Gegensatz zum Narrenschiff der Murganesen, das die Frauenfelder an jeden Auswärtsauftritt mitnehmen, kommt der Obernarrenwagen mit Ausnahme des Umzugs in Winterthur nur daheim zum Einsatz.

Zur Sicherheit eine Treppe mit vier Stufen

Büttler hat den Obernarrenwagen nach der letztjährigen Fasnacht aus dem Verkehr gezogen. Nun fand kürzlich an einem Samstag ein Arbeitseinsatz statt. Zwischen 8.30 und 16 Uhr legten unter der Leitung von Büttler das Bauteam, Mitglieder des 13er-Rats und weitere Helfer Hand an am Wagen. Es ging um die äusseren und auch um die inneren Werte. Einerseits wurde der Anhängerboden aus Holz wo nötig ersetzt. Anderseits bekam der Wagen eine neue Verkleidung in Gelb und Rot. Die überdimensionale Obernarrenmütze soll laut Präsident Gubler die Symbolik verstärken. Auch der überdachte Aufbau wurde ersetzt. Ein Augenmerk lag auf der Narrensicherheit. So hat der Wagen neuerdings eine einklappbare Treppe mit vier Tritten hinauf auf die Bretter, die die närrische Welt bedeuten. Bislang musste jedes Mal ein wackliges Treppchen aufgestellt werden. Natürlich sind auf dem Wagen auch Stromkabel verlegt. Sie hängen an einem Generator. Zudem hat es Platz für den Murganesen, eine übergrosse Fasnachtsfigur.

«Bei der Sanierung des Wagens haben wir nichts dem Zufall überlassen», sagt Bauchef Büttler. So ist ein massstabgetreues Modell in Klein gebaut worden. Eine Herausforderung stellt dabei die riesige Narrenmütze dar. Stadtpräsident Anders Stokholm mit seinen fast zwei Metern würde man problemlos hinter der Verkleidung sehen. Für Obernärrinnen und Obernarren gilt aber neu ein Mindestmass von 1,75 Meter, wie Präsident Gubler schmunzelnd erklärt. Reicht nur die innere Grösse zum närrischen Oberhaupt, so hat es notfalls noch ein Bödeli auf dem Wagen. Was die Gewichtsvorgaben für den Obernarren betrifft, so ist der in jeder Hinsicht verkehrssichere Anhänger für maximal 2,5 Tonnen Ladung ausgelegt. Das dürfte für einige Fasnächtler reichen.

Laut Ivan Gubler ist der Anhänger schenkelgesteuert. Das bedeutet, dass er sehr wendig ist und leicht zu ziehen. «Der Anhänger ist fürs Gelände gebaut.» Gleichwohl finde der nächste Frauenfelder Fasnachtsumzug nicht offroad auf der Grossen Allmend statt, meint Gubler.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.