Expo 2027 in der Ostschweiz – alle Kantone stehen dahinter

ST. GALLEN. Die Idee einer nächsten Landesausstellung im Raum Bodensee-Ostschweiz hat gestern kräftig Rückenwind erfahren: Alle 26 Kantone unterstützen das Projekt Expo 2027. Dies hat die Konferenz der Kantonsregierungen an ihrer gestrigen Versammlung beschlossen.

Regula Weik
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ST. GALLEN. Die Idee einer nächsten Landesausstellung im Raum Bodensee-Ostschweiz hat gestern kräftig Rückenwind erfahren: Alle 26 Kantone unterstützen das Projekt Expo 2027. Dies hat die Konferenz der Kantonsregierungen an ihrer gestrigen Versammlung beschlossen. Damit dürften «Konkurrenzprojekte» anderer Landesteile vom Tisch sein.

«Zentrale Voraussetzung»

Diese Zustimmung sämtlicher Kantone sei «eine zentrale Voraussetzung», dass sich der Bundesrat inhaltlich mit dem Dossier auseinandersetze, sagt der St. Galler Regierungsrat Beni Würth. Er gehört dem politischen Steuerungsausschuss an, welchen die drei Trägerkantone der Expo 2027 – St. Gallen, Thurgau und Appenzell Ausserrhoden – eingesetzt haben. Bundesrat Schneider-Ammann hatte den Steuerungsausschuss im Winter empfangen und grundsätzlich Interesse an der Ostschweizer Idee signalisiert. Er hatte damals aber auch klargemacht, dass die Unterstützung der andern Kantone wichtig sei, um das Geschäft in den Bundesrat tragen zu können.

Ostschweiz ist geeignete Bühne

Nach den bisherigen Ausstellungen in Bern, Genf, Lausanne, Zürich und der Drei-Seen-Landschaft biete die Ostschweiz «eine geeignete Bühne für eine weitere Landesausstellung», hält die Konferenz der Kantonsregierungen fest.

Ob diese dann tatsächlich in der Ostschweiz ausgetragen wird, entscheiden der Bundesrat und die eidgenössischen Räte. Die Ostschweizer Kantone rechnen mit dem Entscheid von National- und Ständerat 2018.

Konzeptwettbewerb läuft

Derzeit läuft der international ausgeschriebene Konzeptwettbewerb. Daraus soll dann ein Grobkonzept für die Expo 2027 hervorgehen. Eingabeschluss für den Wettbewerb ist Mitte September. Ende November steht fest, welche Ideen schliesslich weiterverfolgt werden.

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