Experten bestätigen Aufklärung

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Schweiz Der Bundesrat hat im Februar einen Expertenbericht zur Sexualaufklärung in der Schweiz veröffentlicht. Dieser betont die Wichtigkeit der schulischen Sexualaufklärung für die Chancengleichheit aller Kinder und Jugendlichen. In einer Medienmitteilung heisst es: «Die Aufklärung betrachtet die Sexualität nicht nur aus biologischer Sicht, sondern berücksichtigt auch deren psychologische, soziale, kognitive, affektive, sinnliche, kulturelle und moralische Komponente.» Die Schweiz schneidet bei der sexuellen Gesundheit von Jugendlichen im internationalen Vergleich gut ab. Die Raten von Teenagerschwangerschaften und Schwangerschaftsabbrüchen bei 15- bis 19-Jährigen gehören zu den tiefsten weltweit, wie es weiter heisst.

Die Stiftung Sexuelle Gesundheit Schweiz begrüsst den Expertenbericht und schreibt in einer Mitteilung, dass die formelle schulische Sexualaufklärung überall gewährleistet und umgesetzt sein muss. Sie fordert eine nationale Koordination, weil die Umsetzung je nach Landesteil verschieden gestaltet ist. In der Deutschschweiz hänge es von der Willkür ab, ob ein Kind Zugang zur Sexualaufklärung hat. In der lateinischen Schweiz seien dagegen die entsprechenden Schulstunden organisiert und mit Unterstützung von Fachpersonen gestaltet. (lsf)