Ex-Stadtratssprecher Fredi Marty stellt Gemeinderatsliste auf

Mit der Liste «Menschen für Frauenfeld» möchte der ehemalige Medienchef der Stadt Frauenfeld ins Stadtparlament einziehen.

Thomas Wunderlin
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Fredi Marty (MeF). (Archivbild: Susann Basler)

Fredi Marty (MeF). (Archivbild: Susann Basler)

Frauenfeld. Fredi Marty sorgte letztes Jahr für Aufsehen mit seiner Kritik an den Löhnen des Stadtrats und des Stadtammanns, da er als ehemaliger Informationschef ein Insider der Stadtverwaltung ist. Nun möchte er mit der Liste «Menschen für Frauenfeld» (MeF) weiter in der Stadtpolitik mitmischen. Die Liste soll mindestens einen Sitz im Gemeinderat erobern, den wohl Marty einnehmen würde. MeF besteht nach seinen Angaben aus 14 parteilosen Frauenfeldern.

Runter mit den Stadtratslöhnen

MeF setzt sich für weitere Steuersenkungen ein, da die Finanzlage gut sei. An der mehrfach geforderten Lohnkürzung von 20 Prozent für Stadtammann und Stadtrat halte man fest.

Der Gemeinderat solle die Erhöhung seiner Sitzungsgelder rückgängig machen. Marty kritisiert, dass die Stadtratswahlen vor den Gemeinderatswahlen stattfinden. Dadurch werde es am 13.

Februar zu einer reinen Bestätigungswahl kommen – der Leistungsausweis des Stadtrates sei kein Thema. Die Frauenfelder Verkehrsprobleme können laut Marty nicht durch eine «sündhaft teure» Westumfahrung gelöst werden, sondern nur durch eine zentrumsnahe Entlastung. MeF traue Bauvorsteher Urs Müller nicht zu, eine mehrheitsfähige Lösung herbeizuführen.

Bevor das Buebewäldli zu einem Stadtpark umgestaltet werde, müsse der Auenwald an der Murg mit kleinem Aufwand aufgewertet und der Mühlewiesenkanal saniert werden. Der Stadtrat habe mit der «Nulltoleranz» am Bahnhof viel zu lange zugewartet.

Schule in Stadt integrieren

Ein Anliegen sind auch günstige Wohnungen für Familien, die wichtiger seien als ein luxuriöses Wohnangebot für Betagte.

MeF sieht Sparpotenzial auch bei der Integration der Schulgemeinde in die Politische Gemeinde und in einem massvollen Personalabbau bei der Stadtverwaltung durch natürliche Abgänge. (wu)

Die Liste «Menschen für Frauenfeld»: Fredi Marty, Journalist, Walter Holtze, Schriftsetzer, Hildegard Meur, Pflegehelferin, René Bieri, Wirt, Ursula Schlittler, Verkäuferin, Ruth Käfer, Verkäuferin, Ursula Nufer, Verkäuferin, Liselotte Marty, Pflegefachfrau, David Fankhauser, Monteur/Vertreter, Jean-Marie Meur, Konstrukteur, Fabrice Meur, Student, Alfred Marty, Rentner, Christine Förstler, Rentnerin, und Fridolin Eberle, Kaufmann.

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