Ex-Fernsehfrau feuert Tochter an

AADORF. Am Wochenende spielten die Junioren des SC Aadorf erstmals gegen eine reine Mädchenmannschaft. Mit von der Partie war die Tochter der ehemaligen SF-Sportmoderatorin Regula Späni.

Kurt Lichtensteiger
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Regula Späni steht am Spielfeldrand, ihre Tochter Sari kickt. (Bild: Kurt Lichtensteiger)

Regula Späni steht am Spielfeldrand, ihre Tochter Sari kickt. (Bild: Kurt Lichtensteiger)

«Deck deinen Mann!», ruft Robin Maurer seinem Mitspieler zu. In der Hektik seiner Abwehrarbeit hat der Aadorfer C-Junior wohl vergessen, dass es sich beim Gegner, der Mädchenmannschaft des FC Rapperswil-Jona, ausschliesslich um Spielerinnen handelt. Automatismen eben.

Premiere für die Junioren

Sein Fauxpas ist zu verzeihen, denn mit Rapperswil-Jona haben die Aadorfer Junioren erstmals gegen eine reine Mädchenmannschaft antreten können. Oder etwa müssen? Eine kleine Befragung kurz vor dem Spiel offenbarte eine ambivalente Haltung: Kaum jemand schien einen Geschlechterkampf im Kopf zu haben. «Es ist ein Spiel wie jedes andere auch. Wir geben unser Bestes», sagte Jan Gehrig, später Torschütze zum 1:0 für die Aadorfer. Sein Kollege gab sich hingegen siegessicher. Die durchschnittlich um ein Jahr älteren Rapperswilerinnen mussten sich schliesslich mit 8:1 geschlagen geben. Sie führten zwar technisch eine durchaus feine Klinge, überzeugten auch mit gepflegter Spielkultur, doch mit der Zeit kippte die Begegnung zusehends auf die Seite der Gastgeber. Die 14- und 15-Jährigen konnten sich immerhin damit trösten, dass sie gegen den unangefochtenen Spitzenreiter verloren hatten.

Zwölffache Schweizer Meisterin

Aufmerksame Beobachterin am Spielfeldrand war auch die ehemalige Sportmoderatorin Regula Späni, bekannt von den Fernsehsendungen «Sportpanorama» und «Sport aktuell». Die dreifache Mutter, deren Söhne Eishockey und die Tochter Sari Fussball spielen, nahm das Geschehen gelassen. Dass keines ihrer Kinder in die Fussstapfen der zwölffachen Schweizer Meisterin im Schwimmsport getreten sind, stört sie nicht im Geringsten. «Mich freut es, dass sie Sport mit Leidenschaft treiben, was immer es ist», sagte die in Winterthur Aufgewachsene. Die Freude am erfrischenden Fussballspiel war ihr bei strahlender Sonne denn auch buchstäblich ins Gesicht geschrieben.