EVP will mehr Menschlichkeit

Die EVP kämpft ohne grosse finanzielle Ressourcen um einen sechsten Sitz im Grossen Rat. Das Jahr startet die Partei im Zeichen der Fairness.

Christoph Heer
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EVP-Thurgau-Parteipräsidentin Regula Streckeisen, Hansjörg Haller, Wolfgang Ackerknecht, Elisabeth Rickenbach (alles Kantonsräte) und Adrian Ziörjen (Junge EVP). (Bild: Christof Heer)

EVP-Thurgau-Parteipräsidentin Regula Streckeisen, Hansjörg Haller, Wolfgang Ackerknecht, Elisabeth Rickenbach (alles Kantonsräte) und Adrian Ziörjen (Junge EVP). (Bild: Christof Heer)

FRAUENFELD. Fairness soll nicht nur im Sport gelten. «Faires Verhalten zwischen den verschiedenen Interessengruppen im Volk, zwischen den Sozialpartnern, zwischen Stärkeren und Schwächeren und den politischen Parteien bringt Gewinn für alle», sagt Regula Streckeisen. Die Präsidentin der Evangelischen Volkspartei Thurgau gibt sich kämpferisch zum Neujahrsbeginn.

Auch die Junge EVP kandidiert

An der Jahresmedienkonferenz sprach Streckeisen gestern über die Zielsetzungen der EVP im laufenden Jahr. Das Hauptaugenmerk liegt dabei einerseits auf der Rückeroberung des 2012 verlorengegangenen sechsten Sitzes im Grossen Rat, andererseits will man auf mehr Menschlichkeit setzen. «Ob Fairness anlässlich der Grossratswahlen vom 10. April wirklich gewinnen wird, kann das Volk mitbestimmen.» Sie betont, dass in den Bezirken Arbon, Frauenfeld und Kreuzlingen auch die Junge EVP auf sich aufmerksam machen will – und wird. «Angesichts unseres strategischen Zieles hoffen wir auf grossen Erfolg dieser jungen und motivierten Menschen.»

Es braucht nicht immer mehr

EVP Kantonsrat Hansjörg Haller hebt indes den Mahnfinger und betont, dass Flüchtlinge Menschen sind wie du und ich. «Es braucht unbedingt beschleunigte Verfahren auf einer rechtsstaatlichen Grundlage. Nicht-Schutzbedürftige können und sollen jedoch ermittelt und so rasch wie möglich in ihre Heimat zurückgebracht werden.»

Nach eigenen Aussagen werde die EVP fälschlicherweise vielfach dem linken Lager zugeordnet. Wolfgang Ackerknecht, Kantonsrat, berichtigt, dass die EVP klar in der Mitte positioniert sei. «Aber, dass wir eher als Einzelkämpfer dastehen, ist uns bewusst, und trotzdem kämpfen wir an verschiedenen Brennpunkten. So wäre eine Schliessung des Romanshorner Zollamtes kontraproduktiv und dies innerhalb mehrerer Aspekte.» Kantonsrätin Elisabeth Rickenbach ergänzt, dass auch einkommensschwache Familien immer mehr Unterstützung brauchen. «Die Armutsgefahr und das Abrutschen in die Sozialhilfe ist hier besonders gross.»

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