EVP Thurgau unterstützt PID-Referendum

Die EVP Thurgau unterstützt das Referendum gegen das Fortpflanzungsmedizingesetz sowie eine Resolution zur Flüchtlingspolitik. Beim Referendum gegen das Fortpflanzungsmedizingesetz (FmedG) geht es um die Ausgestaltung der Rahmenbedingungen für die Präimplantationsdiagnostik (PID).

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Die EVP Thurgau unterstützt das Referendum gegen das Fortpflanzungsmedizingesetz sowie eine Resolution zur Flüchtlingspolitik. Beim Referendum gegen das Fortpflanzungsmedizingesetz (FmedG) geht es um die Ausgestaltung der Rahmenbedingungen für die Präimplantationsdiagnostik (PID). Das Referendum wird von der EVP Schweiz und zahlreichen Behindertenverbänden getragen. Kantonsrätin Doris Günther präsentierte die Vorlage an der Mitgliederversammlung, wie EVP-Präsidentin Regula Streckeisen mitteilte. Im FmedG hat das Parlament das uneingeschränkte Chromosomen-Screening bei jeder künstlichen Befruchtung eingeführt, im Gegensatz zum Bundesrat, welcher es nur für Paare mit bekannter Erbkrankheit erlauben wollte. Das geht Günther eindeutig zu weit. Es sei zu befürchten, dass der flächendeckende Chromosomen-Check mittelfristig zu einer Diskriminierung von Menschen mit Behinderung sowie zu einer schleichenden Entsolidarisierung unserer Gesellschaft führe. Menschen mit einer Behinderung würden wohl zunehmend als unerwünschte und vermeidbare Risiken betrachtet. Nach lebhafter Diskussion fassten die Mitglieder mit 19 Nein, 0 Ja bei 2 Enthaltungen die Nein-Parole. Günther rief zur Mithilfe bei der Unterschriftensammlung auf.

Christen für Flüchtlinge

Zur Diskussion stand sodann die Lancierung einer Resolution zur Flüchtlingspolitik. Auch hier wurde lebhaft diskutiert über Ziel und Nutzen einer solchen Resolution.

Schliesslich obsiegte der einstimmige Beschluss, dass die EVP gerade dank ihrer christlichen Basis und Ausrichtung Wesentliches zu sagen hat zur Bewältigung der aktuellen Flüchtlingssituation. Die Resolution wird derzeit überarbeitet und demnächst publiziert. (red.)