EVP Thurgau diskutiert zwei heisse Eisen

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Weinfelden Die Thurgauer Kantonspartei der EVP lud diese ­Woche zum Informations- und Workshopabend zu zwei aktuellen politischen Themen ein. ­Referentin Barbara Merz stellte die Tätigkeit der Kindes- und ­Erwachsenenschutzbehörde Kesb vor. Anschliessend wurde sie von den Teilnehmenden dieses Workshops regelrecht mit Fragen gelöchert. Merz warb eindringlich ­dafür, dass alle – ob jung oder alt – möglichst rasch einen Vor­- sorgeauftrag schreiben und an gesicherter Stelle aufbewahren. Das sei der sicherste Weg, um so weit wie möglich selbstbestimmt zu leben – ohne Kesb. ­Einige praktische Beispiele von Notsituationen, in denen die Kesb hilfreich eingreift, stimmten sowohl nachdenklich als auch dankbar dafür, dass die Behörde ein sicheres Auffangnetz bietet.

Ebenso interessant gestaltete Christa Tobler ihr Referat zu den bilateralen Verträgen und zum ­institutionellen Rahmenabkommen, um welches die Schweiz und die Europäische Union zur Zeit feilschen. Auch in diesem Workshop benützten die Teilnehmenden die Gelegenheit, zahlreiche Fragen an die Fachfrau zu richten. Warum nicht nochmals eine Abstimmung zum Europäischen Wirtschaftsraum wagen, da die Schweiz da noch immer willkommen wäre? Warum gibt der Bundesrat nur so äusserst spärlich Informationen aus den Verhandlungen zum Rahmen­abkommen preis?

Insgesamt stellte die Parteileitung der EVP fest, dass ein jährlich durchgeführter Workshopanlass zu aktuellen Themen geschätzt wird. Nach drei erfolgreichen Anlässen werde wohl eine Tradition daraus entstehen, wie die Partei schreibt. (red)