EVP für Waffen-Initiative

Die EVP Thurgau empfiehlt die Ja-Parole zur Volksinitiative «Für den Schutz von Waffengewalt».

Mario Tosato
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Weinfelden. EVP-Kantonsrat Wolfgang Ackerknecht, Leiter der Wahlkommission, stellte fest, dass es seiner Partei gelungen sei, eine starke Liste (siehe Box) für die Nationalratswahlen zusammenzustellen. Die Delegierten nominierten die zwei Kandidatinnen und vier Kandidaten einstimmig.

Effizientes Waffengesetz

Heiner Studer (Pro), Zentralpräsident EVP Schweiz, und Thomas Schäfli (Kontra), Präsident EVP Bezirk Kreuzlingen, standen sich zur Volksinitiative «Für den Schutz vor Waffengewalt» gegenüber.

Studer erinnerte an den Amoklauf von Zug im Jahr 2001, wo drei Regierungsmitglieder und elf Mitglieder des Kantonsrats getötet wurden. Möglicherweise hätten diese Tötungen verhindert werden können. Thomas Schäfli sprach von einem guten Waffengesetz, das vor kurzem verschärft worden sei und deshalb kein Handlungsbedarf bestehe. Bei Annahme der Volksinitiative befürchtet er, dass die Jungschützen zu wenig gefördert werden können und Breitensport wohl weiter abnehme. Mit 20 Ja zu 4 Nein und 5 Enthaltungen fasste die EVP Thurgau die Ja-Parole.

Parteipräsidentin Regula Streckeisen stellte die Verfassungsänderung vor. Dabei geht es um die Frage, ob künftig im Thurgau analog zum Bund bei der Abstimmung über Volksinitiativen mit Gegenvorschlag ein doppeltes Ja möglich sein soll. Einstimmig sagten die Delegierten Ja zur Verfassungsänderung.

Ja zu Turnhallenkrediten

EDU-Kantonsrätin Helen Jordi präsentierte das Kreditbegehren von 4,8 Millionen Franken als Baubeitrag des Kantons Thurgau an den Neubau einer Dreifachturnhalle

in Arbon sowie das Kreditbegehren von 7,63 Millionen Franken für die Aufstockung der Turnhallen des BBZ Weinfelden. Beide Vorlagen werden zur Annahme empfohlen.