Evangelische wollen 2019 feiern

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Kreuzlingen Die Evangelische Landeskirche unterstützt das ökumenische Jubiläumsprojekt «150 Jahre Landeskirchen im Thurgau» mit 150000 Franken und erteilt dem Kirchenrat diesbezüglich die Kompetenz für verbindliche Abmachungen mit weiteren Organisationen. Mit der Kantonsverfassung von 1869 wurden die beiden grossen Kirchen im Kanton als Landeskirchen mit öffentlich-rechtlichem Status anerkannt. Die beiden Thurgauer Landeskirchen wollen das Jubiläum 2019/2020 gebührend feiern, wie Brunhilde Bergmann von der Fachstelle Information mitteilt.

Die Synode, das Kirchenparlament tagte am Montag im Kirchgemeindehaus Kreuzlingen. Unbestritten war, dass das Jubiläum eine Chance ist, das landeskirchliche Wirken sichtbar zu machen. Die Kosten und angedachte Projektvorschläge bewogen Robert Schwarzer das Projekt zur Überarbeitung zurückzuweisen. Eine erneute Vorlage solle einen deutlichen Mehrwert für die Kirchbürger aufzeigen. Hans Peter Niederhäuser, Weinfelden, diagnostizierte die Gegenwart als «geschichtsvergessende Zeit» und brach eine Lanze für das Projekt: «Früher waren wir Gemeine Herrschaft. In 150-jähriger Geschichte haben wir eine funktionierende Vernetzung mit Politik und Kunst aufgebaut. Wir haben allen Grund, das zu feiern.»

Diskussion über evangelistische Jugendarbeit

Das Budget 2018 wurde mit einer minimalen Anpassung genehmigt. Zu reden gab die vom Kirchenrat beantragte Wiederaufnahme eines Beitrags von 4000 Franken an den Bund Evangelischer Jungscharen Besj. Vor vier Jahren hatte ihn die Synode gestrichen. Pfarrer Harald Ratheiser, der erneut einen Streichungsantrag stellte, verwies auf die evangelistische Ausrichtung vom Besj, dessen Mitglieder vorwiegend aus freikirchlichen Gemeinden stammten und deshalb dort um Unterstützung nachsuchen sollten. Pfarrer Paul Wellauer, ­Bischofszell, setzte dagegen, dass neun Kirchgemeinden aus der Landeskirche Thurgau dem Besj und elf dem Cevj angeschlossen seien, trotzdem betrage der Zuschuss an Besj nur ein Fünftel verglichen mit Cevj. Er erinnerte an den Appell des Präsidenten des Schweizerischen Evangelischen Kirchenrats Gottfried ­Locher, die innerevangelische Zusammenarbeit mit den Frei­kirchen zu stärken. Andreas Winkler, Frauenfeld, sprach vom «traditionalistischen Abwehrreflex beim Wort Freikirche» und verwies auf das fruchtbare Miteinander in Frauenfeld. Der Antrag Ratheiser wurde mit grosser Mehrheit abgelehnt. (red)