ETTENHAUSEN: Kleine Trommler, Spitzbuben und Luusmeitli

Am Samstag ging der Unterhaltungsabend der Bürgermusik über die Bühne. In diesem Zusammenhang wurde angetönt, dass das Jugendorchester neue Mitglieder sucht.

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Diese beiden Mädchen waren Teil des Projekts Trommelwerkstatt und, gemeinsam mit ihren 13 Kollegen, die heimlichen Stars des Unterhaltungsabends der Bürgermusik Ettenhausen. (Bild: Christoph Heer)

Diese beiden Mädchen waren Teil des Projekts Trommelwerkstatt und, gemeinsam mit ihren 13 Kollegen, die heimlichen Stars des Unterhaltungsabends der Bürgermusik Ettenhausen. (Bild: Christoph Heer)

Eine gelungene Überraschung hatten die Organisatoren auf Lager. Denn zum Abschluss des ersten musikalischen Teils standen 15 Kinder im Alter von sechs bis elf Jahren auf der Bühne. Bemalt mit leuchtenden Neonfarben, topmotiviert, und Mitglieder der erstmalig durchgeführten Trommelwerkstatt.

Ins Leben gerufen und geleitet wurde diese in den vergangenen Monaten von Angela Scramonzin. Die Schlagzeugerin unterrichtete mit zwei weiteren Unterstützern den neugewonnenen Nachwuchs in Sachen Rhythmus und Taktgefühl.

Eine einmalige Angelegenheit

Ihre Show? Vom Feinsten. Der Spassfaktor? Riesig. Dementsprechend hallte der Applaus durch die Halle, und der Stolz vieler anwesender Eltern in den vordersten Reihen wuchs von Sekunde zu Sekunde. «Das war es aber auch schon wieder mit unserer Trommelwerkstatt», sagte Angela Scramonzin kurz nach dem Auftritt. Es sei in dieser Hinsicht eine einmalige Angelegenheit gewesen, aber es sei gut möglich, dass daraus irgendwelche Ideen zur Nachahmung entstehen könnten. «Ich für meinen Teil würde gerne weiterhin mit Kindern zusammenarbeiten, warum nicht innerhalb eines Laienunterrichts?», sagte sie und man merkte es der 25-jährigen Schlagzeugerin an, dass sie viel Herzblut in das Projekt investiert hat.

Den Anfang eines unterhaltsamen, mehrstündigen Abends, besorgten die Mitglieder des Jugendorchesters Ettenhausen. Es wird von Paul Meier geleitet und unterrichtet. Am Samstag dirigierte jedoch ausnahmsweise Andreas Morgenthaler. Auf diese Weise wurde es Meier ermöglicht, als unterstützende Kraft im Nachwuchsorchester Platz zu nehmen. «Cachimbo», «Wind», oder «Viva la Vida» erklangen von der Bühne herab und zeigten, wie gut die Jüngeren ihre Instrumente schon im Griff haben. Dass sich das Jugendorchester auf der Suche nach Neumit­gliedern befindet, wurde gleich mehrfach angetönt.

Vater und Sohn an der Trompete

Für den Hauptakt war die Bürgermusik unter der Direktion von Andreas Morgenthaler zuständig. Da der Abend unter Motto «Alles Spitzbuebe» stand, drängten sich da einige von ihnen in den Vordergrund – als Solisten, wohlgemerkt. Etwa Paul Meier mit seinem Sohn Dominik, zwei Spitzbuben an der Trompete. In ihrer neuen, nun einjährigen grünen Uniform, spielte die Bürgermusik bekanntes Liedgut. «Swiss Lady», «Pacific Dreams» oder «Saluto Lugano», alle Interpretationen ernteten wohlwollenden Applaus, wohl die grösste Anerkennung für einen Musikanten.

Christoph Heer

hinterthurgau@thurgauerzeitung.ch