Essen und dabei Kunst bestaunen

Stephan M. Pagnoncini hat mit seiner Frau Catherine in der Steckborner Altstadt das Art-Café Inkognita eröffnet. Neben Essen und Kunstwerken bieten sie auch professionelle Malkurse an.

Gjon David
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Catherine Pagnoncini und Ehemann Stephan stossen auf die Eröffnung ihres Inkognita-Art-Cafés in Steckborn an. (Bilder: Gjon David)

Catherine Pagnoncini und Ehemann Stephan stossen auf die Eröffnung ihres Inkognita-Art-Cafés in Steckborn an. (Bilder: Gjon David)

STECKBORN. Steckborn soll ein Kunstmekka werden. Auch ausserhalb der Region müsste die Stadt für seine guten und vielfältigen Kultur- und Kunstangebote bekannt werden. Das fordern Stephan M. Pagnoncini und seine Frau Catherine.

Ein Ort der Begegnung

Damit sie selbst etwas dazu beitragen, haben sie in Steckborn das Art-Café Inkognita eröffnet. Eine Mischung aus Kunstgalerie und Restaurant. «Es soll ein Ort der Begegnung werden, wo die Gäste sich entspannen und Kunst bestaunen», sagt Catherine Pagnoncini. Neben Kunstwerken werden auch Malkurse angeboten. Aber auch bis zu einen Meter lange Spaghetti – kunstvoll verpackt. Doch wie ist es zu dieser Kombination gekommen?

«Ich komme aus dem Gastronomiebereich, und meine Frau ist freischaffende Künstlerin. Wir haben unsere Leidenschaften zusammengetan, und daraus ist Art-Café entstanden», erzählt Pagnoncini. Auch die Gäste sind zufrieden. Rolf Fröhlich, Nachbar der Pagnoncinis, sitzt gemütlich am Tisch und geniesst sein Essen. «Holländische Spezialität, sehr lecker», sagt er. Die Idee, Kunst und Essen zu verbinden, findet er super. «Die Lokalität könnte ein Hit werden», sagt Fröhlich und nimmt genüsslich einen Schluck Bier. Neben ihm sitzt der Steckborner Künstler Walter Giger. Sichtlich satt und erfreut über die Lokalität meint er: «Die Idee der beiden ist interessant, das hat es in der Region bis jetzt noch nicht gegeben.»

Kleingewerbe anlocken

Das Ehepaar Pagnoncini reist viel, und wenn es im Ausland ist, dann verbringt es seine freien Stunden am liebsten in solchen Lokalen, erzählt Catherine Pagnoncini. Eine solche Lokalität fehle hier in der Umgebung. «Irgendwann sagten wir uns, lass uns selbst so etwas machen.» Dann haben sie ein Haus in der Ostschweiz gesucht und seien zufällig in Steckborn gelandet, sagt Stephan Pagnoncini. «Es ist ein schönes Städtchen, und das Haus war perfekt für unsere Pläne.» Unten die Galerie mit dem Art-Café – im oberen Stockwerk wohnen sie. «Wir haben alles selber eingerichtet. Den Boden verlegt, die Möbel umgestrichen und die ganze Einrichtung aufgestellt», sagt Catherine Pagnoncini.

Jetzt hoffen die beiden, dass die Stadt Steckborn aus ihrem Dornröschenschlaf aufwache und etwas gegen das Aussterben der kleinen Läden in der Altstadt unternehme. «Steckborn sollte alles tun, um das Kleingewerbe ins Zentrum zu locken.»

Die Gäste Rolf Fröhlich und Künstler Walter Giger aus Steckborn sind von dem neuen Art-Café in der Altstadt begeistert.

Die Gäste Rolf Fröhlich und Künstler Walter Giger aus Steckborn sind von dem neuen Art-Café in der Altstadt begeistert.

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