ESCHLIKON: Zweistundenfahrt macht Verschnaufpause

Das karitative Projekt der Cevi Hinterthurgau findet in diesem Jahr aus verschiedenen Gründen nicht statt. Ein Neustart ist für 2018 geplant.

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Die Zweistundenfahrt: Velofahren für einen guten Zweck. (Bild: PD)

Die Zweistundenfahrt: Velofahren für einen guten Zweck. (Bild: PD)

50, 35, 26 – das sind die Teilnehmerzahlen der vergangenen drei Ausgaben der Zweistundenfahrt, die von der Cevi Hinterthurgau organisiert wird. Der Rückgang der Velofahrer, die für einen guten Zweck während zwei Stunden in die Pedale treten, ist offensichtlich. Es ist einer der Gründe, weshalb das karitative Projekt in diesem Jahr nicht durchgeführt wird.

Über die Motive der sinkenden Zahlen kann Lukas Brunner, Abteilungsleiter der Cevi, nur spekulieren. «Das zunehmende Alter von langjährigen Mitfahrern, das fehlende Interesse am Velofahren oder auch zu viel Aufwand bei der Sponsorensuche», sagt er. Das Prinzip der Zweistundenfahrt lautet wie folgt: Die Fahrer suchen sich vor der Fahrt möglichst viele Sponsoren im Freundes- und Bekanntenkreis, die ihnen für jeden innert zwei Stunden gefahrenen Kilometer einen bestimmten Geldbetrag zusagen. Das gesammelte Geld wird jeweils an verschiedene Projekte gespendet. Im vergangenen Jahr ging es an einen Neubau eines Sozialzentrums in Bangladesch sowie an Pro Juventute. In den vergangenen vier Jahren hat man das Event jeweils zusammen mit dem Riethoffest organisiert, das für das Catering gesorgt hat. Um einen reibungslosen Ablauf zu garantieren, wurde immer die jeweilige Strasse gesperrt, damit die Fahrer ungehindert ihre Kilometer fahren konnten. Bei so wenigen Teilnehmern sei es durchaus möglich, dass an einem ­gesperrten Strassenabschnitt minutenlang kein Velofahrer vorbeikomme. «Das den wartenden Autofahrern zu erklären, ist schwierig. Es lohnt sich einfach nicht», erklärt Brunner.

Jugendorganisationen ins Boot holen

Die nächste Ausgabe der Zweistundenfahrt ist für 2018 geplant und wird mit 60 Fahrern auf jeden Fall durchgeführt. Ein Lösungsansatz für das Teilnehmerproblem sieht vor, Jugendorganisationen mit ins Boot zu holen, die mit jungen Mitfahrern bereits einen fixen Grundstock bilden. «In der Vergangenheit hat sich nur ein Viertel der Teilnehmer im Vorfeld angemeldet, der Rest hat spontan mitgemacht», sagt Lukas Brunner. Somit könnte besser und vor allem sicherer geplant werden. Zudem wollte man eine neue Homepage aufziehen sowie einzelne Punkte wie beispielsweise die Werbung überarbeiten.

Florian Beer

florian.beer@thurgauerzeitung.ch