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ESCHLIKON: Wider die Wegwerfgesellschaft

Delila Müller hat vor ihrem Wohnhaus ein Bücherwägeli eingerichtet. Hier können Kinder gratis gebrauchte Bücher holen und wieder bringen.
Maya Heizmann
Delila Müller vor ihrem Bücherwägeli «s‘Rösli». (Bild: Maya Heizmann)

Delila Müller vor ihrem Bücherwägeli «s‘Rösli». (Bild: Maya Heizmann)

«s’Rösli» heisst das rosarote Leiter-Wägeli, das bis vor Kurzem der Familie Müller als Hoflädeli diente. Einst verkauften sie Eier, Konfitüren, Holzofenbrote und kleine Geschenke. Das ging so lange gut, bis die Hühner dem Fuchs zum Opfer fielen.

Nun wartet seit Anfang Fe-bruar das schmucke Wägeli, das hinter den Türfenstern mit herzigen Gardinen geschmückt ist, auf kleine und grosse Leseratten. Das bunte Lesefutter ist für Kinder im Vorschulalter bis in die höheren Schulklassen geeignet.

«Ich wollte etwas gegen die Wegwerfgesellschaft tun», sagt Delila Müller. «Mit den gebrauchten Büchern lernen die Kinder wieder, alte Sachen zu schätzen.» Jedes Buch, das gefällt, darf gratis mitgenommen werden. Dieser Bücheraustausch ist eine Art Holund-Bring-Dienst.

Gemeindebibliothek steuert Bücher bei

Delila Müller wäre froh, wenn die gelesenen Bücher und Spiele wieder zurückgebracht werden. Sie sollen nicht einfach wieder ins Wägeli gelegt, sondern bei Müllers abgegeben werden. Die Eschliker Gemeindebibliothek sieht das neue Angebot übrigens nicht als Konkurrenz, vielmehr unterstützt sie die private Bücherausleihe mit einigen Exemplaren.

Beat und Delila Müller wohnen mit ihren beiden Söhnen Henry (4) und Charly (2) seit vier Jahren in einem 200-jährigen Bauernhaus in Eschlikon. «Das alte Haus übt auf uns einen ganz besonderen Charme aus», schwärmt Delila Müller.

Sie kommt aus dem Norden Deutschlands, ist mit einem Schweizer verheiratet. «Ich wohne gerne hier, die Schweiz ist zu meiner Heimat geworden», sagt sie. Nur das Schweizerdeutsche werde sie wohl nie ganz beherrschen, erklärt sie.

Biere in Kleinmengen

Vor nunmehr vier Jahren startete ihr Mann Beat eine eigene Brauerei in seinem kleinen Waschhüsli, das sich neben dem Haus befindet. Aus dem einstigen Hobby wurde vor einem Jahr ein Profiunternehmen. Die «Mükon»-Biere entstehen nach wie vor in Kleinmengen. Nebst feinen Standardbieren werden immer wieder neue Rezepte ausprobiert. Verschiedene Früchte, Kräuter und mit dem vielfältigen Hopfen und den Hefearten entstehen aussergewöhnliche Biersorten. Wie etwa Maisbier, Rauchbier, Bier mit Chili und Honig und mehr.

Im Familienbetrieb helfen nicht nur Ehefrau Delila, sondern auch die kleinen Söhne mit. Die «Mükon»-Biere sind bei diversen Getränkehändlern und Restaurants in der Region erhältlich.

Maya Heizmann

hinterthurgau@thurgauerzeitung.ch

Informationen zur Kleinst- brauerei unter www.muekon.ch

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