Eschlikon recycelt Kunststoff

In Eschlikon wird mit speziellen Säcken Plastik gesammelt. Dieser wird aber nicht abgeholt, sondern kann bei der Firma Inno-Recycling abgegeben werden.

Sven Kellenberger
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Eschlikon will Plastik künftig fachgerechter entsorgen. (Bild: Nano do Carmo)

Eschlikon will Plastik künftig fachgerechter entsorgen. (Bild: Nano do Carmo)

ESCHLIKON. Die Eschlikoner Firma Inno-Recycling AG ist eines der wenigen Unternehmen, das fast alle Kunststoffsorten sammelt und wiederverwertet. Das System funktioniert ähnlich wie beim Kehricht mit gebührenpflichtigen Säcken. In diesen kann man jeglichen Verpackungskunststoff fachgerecht entsorgen. Das beinhaltet auch jegliche Art von Flaschen und Tetra Pak.

Pilotprojekt läuft

Ausgenommen sind Plastiksorten, wie sie zum Beispiel bei Spielzeugen vorkommen. Die Säcke werden gesammelt und danach wird der Kunststoff von der Inno-Recycling AG sortiert und wiederverwertet. Seit vergangenem Herbst läuft in der Thurgauer Gemeinde Amlikon-Bissegg ein Pilotprojekt, dessen Laufzeit kürzlich verlängert wurde. In der Gemeinde Eschlikon ist das Gleiche nun ebenfalls geplant. «Wir haben beobachtet, dass bei unserer Sammelstelle, wo PET- und andere Plastikflaschen eingeworfen werden können, immer wieder Verpackungskunststoff mit eingeworfen wurde. Daraus schlossen wir, dass das Bedürfnis, auch andere Kunststoffe zu recyceln, vorhanden ist», sagt der Geschäftsleiter der Inno-Recyling AG, Markus Tonner. Man sei auf die Gemeinde zugegangen und starte nun auch hier ein Projekt. Die Säcke mit dem Kunststoff werden allerdings nicht abgeholt, sondern müssen selbst zur Sammelstelle gebracht werden. Die 60-Liter-Säcke wird es am Kiosk als Rollen à zehn Säcken für 20 Franken zu kaufen geben.

Das Einwerfen von PET- und anderen Plastikflaschen bei der Einwurfwand wird aber weiterhin kostenlos sein. Zum Sammeln der Säcke wird daneben ein Palett aufgestellt.

Umwelt entlasten

Markus Tonner ist von den Vorteilen überzeugt. Jahrelange Versuche hätten gezeigt, dass es sich ökologisch aber auch finanziell durchaus lohne, den Kunststoff gemischt zu sammeln, danach zu trennen und schliesslich weiterzuverarbeiten. «Pro Kilogramm Plastik, dass wir recyceln anstatt es zu verbrennen, werden rund zweieinhalb Kilogramm CO2 gespart.»

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