Eschlikon prüft Industrie-Gleisanschluss

Der Gemeinderat erarbeitet eine Machbarkeitsstudie für eine Bahnerschliessung des Industriegebietes Riet. Erste Ergebnisse liegen nun vor. Zwei Firmen signalisieren Interesse an der Nutzung eines Anschlussgleises.

Christoph Heer
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Zwei Varianten: Die Gleise führen an der Stahlfirma Riedo vorbei. (Bild: Visualisierung: pd)

Zwei Varianten: Die Gleise führen an der Stahlfirma Riedo vorbei. (Bild: Visualisierung: pd)

ESCHLIKON. Nach der Gemeindeversammlung im Jahr 2010 machte sich die Gemeindebehörde im Auftrag der Stimmbürgerinnen und Stimmbürger daran, ein Grundsatzpapier für das Industriegebiet zu erarbeiten. In diesem wurden unter anderem die Anzahl der Lastwagen, mögliche Auszonungen, eventuelle Entlastungsstrassen, oder die finanziellen Aufwendungen eines Anschlussgleises erläutert. Das Grundsatzpapier wurde dem Stimmvolk an der letztjährigen Budgetgemeindeversammlung vorgelegt. Bei der Schwerverkehrs-Auswertung wurde aufgezeigt, dass die ansässigen Unternehmen im Industriegebiet täglich um die 140 Lastwagen-Bewegungen auslösen.

Zusatzabklärungen notwendig

Die Behörde blieb am Ball und hat in der Folge eine Machbarkeitsstudie für ein Bahnanschlussgleis in Auftrag gegeben. Zwei angesiedelte Firmen, eine ist der Stahlkonzern Riedo, interessieren sich für ein Anschlussgleis. «Diese Interessensbekundungen benötigen noch Zusatzabklärungen und sind in der weiteren Erarbeitung der Machbarkeitsstudie zu konkretisieren. Fest steht bereits, dass diese Unternehmen die von SBB-Cargo geforderten minimalen Liefermengen problemlos zur Verfügung stellen können», erklärt Gemeindeschreiber René Bosshart. Erste Entwürfe für die Linienführung liegen vor, wobei vier mögliche Varianten im Moment zur Diskussion stehen und der Gemeinderat sich im Variantenstudium befindet. «Im weiteren Verlauf soll die Machbarkeitsstudie vertieft und die finanziellen Auswirkungen aufgezeigt werden. Eine mögliche Bahnerschliessung wird auch Grundstücke von privaten Grundeigentümerinnen und Grundeigentümern betreffen. Für die Realisierung eines Anschlussgleises ist dabei insbesondere das Land zwischen der Firma Riedo und der Wallenwilerstrasse von Bedeutung», sagt Gemeindeammann Robert Meyer.

Studie bis Ende Jahr erstellt

In den nächsten Wochen werden die offenen Fragen geklärt und insbesondere die technische Machbarkeit überprüft. Der Gemeinderat rechnet damit, dass die Studie bis Ende Jahr der Öffentlichkeit vorgestellt werden kann.

Abzweigung: Die Gleisvarianten queren die Wallenwilerstrasse. (Bild: Mario Testa)

Abzweigung: Die Gleisvarianten queren die Wallenwilerstrasse. (Bild: Mario Testa)