ESCHLIKON: Kinder entwerfen ihre Spielplätze

«Spielen im Freien» heisst das Jahresmotto der Schule. An seiner Umsetzung soll die ganze Bevölkerung mitwirken – allen voran die Schüler selbst.

Sandra Grünenfelder
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Sandra Grünenfelder

sandra.gruenenfelder@ thurgauerzeitung.ch

Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren: Flyer verschicken, Sponsorensuche für Material, Werkzeug und Maschinen – «jede helfende Hand zählt», sagt Schulpräsidentin Susanna Koller. Vom 15. bis 19. Mai werden auf dem Schulgelände die Schaufeln geschwungen und Grünzeug gepflanzt. Denn die vier Spielplätze sollen komplett neu gestaltet werden. «Es entstehen natürliche Spiellandschaften, die zum Spielen und Verweilen einladen sowie Möglichkeiten für Entdeckungen bieten», sagt Koller.

Das Projekt «Spielplätze bauen von Kindern für Kinder» steht unter dem Jahresmotto der Schule «Spielen im Freien». Die Schülerinnen und Schüler waren also von Anfang an in die Umgestaltung involviert, entwickelten Konzepte, fertigten Modelle und werden in der Projektwoche bei den Bauarbeiten mithelfen. «Vom Kindergarten bis zur Sekundarstufe – alle wirken mit», sagt Koller. Das habe auch pädagogische Gründe. «Wer selber an etwas mitarbeitet, geht sorgfältiger damit um.»

Unterstützung durch externen Projektleiter

Entstanden ist die Idee vergangenes Jahr. «Die Spielgeräte waren in die Jahre gekommen», sagt Koller. «Es war an der Zeit, etwas zu unternehmen.» Mit der Hilfe eines externen Projektleiters sind die Schüler aufgefordert worden, ihre Ideen und Wünsche in einem Modell zu visualisieren. Im Dezember sind die Klassenprojekte Lehrern und Eltern vorgestellt worden. Jene Ideen, die am häufigsten vorgekommen sind, wurden in die Umgestaltungspläne einbezogen.

Bis zum Start stünden aber noch eine Menge Vorbereitungsarbeiten an. «Die Abläufe während der Projektwoche müssen minutiös geplant werden», so Koller. Immerhin stünden an den fünf Tagen rund 170 Kinder und ihre Eltern an verschiedenen Plätzen im Einsatz. Damit die Schüler in Zukunft auf ihren Wunsch-Spielplätzen toben können, ist die Schulgemeinde jedoch auf die Hilfe der Bevölkerung angewiesen. Werkzeuge, Materialien oder einfach nur eine Znüni-Spende: «Wir sind um jede Unterstützung dankbar, auch von Sponsoren.» Am 22. Juni folgt die offizielle Eröffnung.