Eschlikon ehrt seine Weltmeister

Mehr als 400 Personen stossen am Neujahrsapéro im Eschliker Bächelacker an. Höhepunkt des Programms bildet die Ehrung der drei einheimischen Weltmeister im Orientierungslauf und im Kunstradfahren: Martin Hubmann, Melanie und Jennifer Schmid.

Rudolf Steiner
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Die Sportler Melanie Schmid, Martin Hubmann und Jennifer Schmid (v. l.) im Bächelacker. (Bild: Rudolf Steiner)

Die Sportler Melanie Schmid, Martin Hubmann und Jennifer Schmid (v. l.) im Bächelacker. (Bild: Rudolf Steiner)

ESCHLIKON. Ganz im Zeichen des Lichts steht der diesjährige Neujahrsapéro in Eschlikon. So weisen vier grosse, hell leuchtende Sterne über dem Eingang der Mehrzweckhalle den Besuchern den Weg. Beim Eintritt werden sie mit einem fluoreszierenden Leuchtbändel ums Handgelenk beschenkt, an denen vor allem die Kinder ihre helle Freude haben. Und in der festlich beleuchteten Mehrzweckhalle sorgen die Köche der «Langfinger Küche» für delikate Verpflegung, und die Bierbrauer schenken dabei Riethöfler aus.

Ammann Meyer blickt zurück

«Hunderte von Händen habe ich heute nachmittag mit Gemeinderat Peter Meier gedrückt und ein gutes neues Jahr gewünscht», sagt Robert Meyer bei seiner Begrüssung der gut 400 Gäste am Neujahrsapéro von Eschlikon in der Mehrzweckhalle Bächelacker. «Aber es ist das letzte Mal, dass ich das als Gemeindeammann mache.» Meyer spricht seinen Rücktritt nach 12 Jahren im Amt auf Ende Mai an. Das Rampenlicht, in dem er oft gestanden hat, werde er nicht vermissen, dafür aber die vielen positiven Begegnungen mit den Mitmenschen. «Das Licht und die Wärme bei diesen Begegnungen waren für mich die Hochs, die mir Energie gaben, dank der wir miteinander vieles erreichten», sagt Meyer.

Wo Licht sei, sei immer auch Schatten. So hätten ihn die Tiefs immer wieder auf den Boden der Realität zurückgebracht. «Aus meiner Sicht habe ich aber viel mehr Licht als Schatten erlebt», schliesst Meyer die letzte Neujahrsansprache.

Drei Dutzend Sportler geehrt

Im Rampenlicht stehen am Sonntagnachmittag auch die vielen erfolgreichen Sportler und Sportlerinnen. So überreicht Gemeinderat Peter Meier mehr als drei Dutzend Einzel- und Mannschaftssportlern als Dank für ihren grossen Einsatz eine kleine Anerkennung. Speziell im Fokus stehen die drei anwesenden Weltmeister aus Eschlikon.

Fast schon gewohnt ist man an Weltmeistertitel im Orientierungslauf, aber diesmal gilt die Ehrung dem 25jährigen Martin Hubmann, dem jüngsten der drei Hubmann-Brüder. Mit drei Mannschaftskollegen holte er sich im August im Trentino den Weltmeistertitel in der gemischten Staffel vor Dänemark und Russland. Der Profisportler und Teilzeitstudent – Hubmann studiert Bauingenieur an der ZHAW in Winterthur – bereitet sich derzeit im Wintertraining auf die Saison 2015 vor. «Mein Ziel ist die WM im August in Schottland, an der ich natürlich wieder einen WM-Titel, am liebsten in einer Einzeldisziplin, gewinnen möchte», sagt er.

Rückwärtsfahrend zum Erfolg

Nicht weniger erfolgreich waren im vergangenen Jahr die beiden Schwestern Melanie und Jennifer Schmid, die Ende November im tschechischen Brünn mit dem RV Sirnach den Weltmeistertitel im Vierer im Kunstradfahren holten. Beide haben vor mehr als zehn Jahren nach einem Ferienplauschkurs mit dem Kunstradfahren begonnen und wurden für ihren grossen Einsatz, ihr Können und ihre Beharrlichkeit mit dem erstmaligen WM-Titel belohnt.

Umso mehr erstaunt ihre Leistung, weil die vier Kunstradfahrerinnen während ihrer Kür nur rückwärts fahren. «Selbstverständlich hoffen wir, den WM-Titel an der diesjährigen Weltmeisterschaft in Malaysia zu verteidigen», sagen die beiden erfolgreichen Eschliker Amateursportlerinnen.