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ESCHLIKON: Das Jubiläum erlebt sie nicht mehr

Zur Gründung der Gemeinde vor 20 Jahren wurden Linden gepflanzt. Eine von ihnen fällt nun einer Verkehrsberuhigung zum Opfer.
Die Linde an der Wallenwilerstrasse muss gefällt werden. (Bild: PD)

Die Linde an der Wallenwilerstrasse muss gefällt werden. (Bild: PD)

ESCHLIKON. Kommendes Jahr feiert die Politische Gemeinde Eschlikon ihr 20jähriges Bestehen. Nicht mit von der Partie wird just einer der Bäume sein, welche damals anlässlich der Gründung gepflanzt wurden.

Im Verlauf der Bauarbeiten für die Verkehrsberuhigungsmassnahmen an der Wallenwilerstrasse stellte der Bauleiter fest, dass die Linde an der Abzweigung zur Mettlenstrasse durch die Grabarbeiten gefährdet ist. Der beigezogene Baumspezialist bestätigte, dass sie die Bauarbeiten nicht überleben wird. Gemeindepräsident Hans Mäder hat deshalb nach Abwägung aller Alternativen entschieden, den Baum zu fällen. Die Linde befindet sich im Inventar der geschützten Bäume. Aus diesem Grund wird, nach Abschluss der Arbeiten, an fast gleicher Stelle eine neue Linde gepflanzt.

Im Inventar der geschützten Bäume befinden sich Exemplare, die aufgrund ihrer majestätischen Form, ihres Alters oder ihres Standorts unter Schutz stehen und deshalb überregionalen Schutz geniessen. Die Gemeindelinden hingegen haben eine besondere Bedeutung, weil sie an die Gründung der Gemeinde erinnern sollen: Sie wurden damals von Peter Wohlfender an Grenzpunkten der ursprünglichen Gemeinden gepflanzt. Ihr Schutz ist somit funktionaler Art und lediglich von kommunaler Bedeutung. Das bedeutet, dass nicht der Baum an sich geschützt ist, sondern nur seine Aufgabe: an die Gründung der Gemeinde zu erinnern. Ein Ersatz an fast gleicher Stelle kann diese Funktion ebenso erfüllen. Für Mäder ist der Entscheid deshalb verhältnismässig.

In seiner gestrigen Medienmitteilung bedauert der Gemeinderat, «dass der Zielkonflikt nicht schon während der Planungsphase erkannt wurde», und entschuldigt sich für den Fehler. (red./kuo)

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