ESCHLIKON: Alte Mühlen ziehen an

Am 17. Schweizer Mühlentag besuchten Interessierte am Samstag die mechanische Werkstätte Wiesental und wurden in die Welt des Mahlhandwerks eingeführt.

Christoph Heer
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Urs Graber vom Historischen Verein Eschlikon führt durch die Werkstätte. (Bild: Christoph Heer)

Urs Graber vom Historischen Verein Eschlikon führt durch die Werkstätte. (Bild: Christoph Heer)

«Natürlich hilft uns das schöne Wetter», freute sich Jürg Stänz, Präsident des Historischen Vereins Eschlikon, an diesem Tag der offenen Tür in der Werkstätte Wiesental. Der Verein mit rund 40 Mitgliedern wurde im Jahr 2013 gegründet, nachdem er zuvor schon jahrelang als Historischer Zirkel bestand.

Immer am ersten Samstag nach Auffahrt findet der Schweizerische Mühlentag statt, und da die mechanische Werkstätte Wiesental 2011 Aufnahme ins Inventar der Schweizerischen Mühlenfreunde gefunden hatte, öffnet seit diesem Zeitpunkt auch das Wiesental seine Türen für diesen einen Tag. Viele «Fans von historischem Kulturgut» fanden denn auch den Weg aus der ganzen Schweiz nach Eschlikon. Jürg Stänz meinte, dass sich das mittlerweile rumgesprochen habe. «So verbinden es etliche Interessierte mit einer wahren Tour de Suisse, von Mühle zu Mühle.»

Das Interesse schwindet nicht

Im Wiesental vermittelten die Mitglieder des Historischen Vereins während einer rund 45-minütigen Führung viel Wissenswertes über die Transmissionsanlage, über die Restauration des Elektromotors, über den Maschinenraum mit 13 Maschinen wie etwa einer Flügelsäge und vielem mehr. Nahmen am ersten Schweizerischen Mühlentag 2001 noch 62 Anlagen teil, waren es an der neusten Austragung bereits deren 141. Es scheint, dass das In­ter­esse also nicht schwindet – im Gegenteil. Schweizweit besuchten in den vergangenen Jahren jeweils jährlich über 25000 Personen diesen Anlass.

Beim Historischen Verein sind Führungen durch die mechanische Werkstätte des ehemaligen Erfinders, Mechanikers und Tüftlers Ulrich Leutenegger buchbar.

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